Close Encounter

In Irland, so heisst es, gibt es deswegen keine Schlangen weil St. Patrick, der Schutzpatron Irlands, die von der Insel jagte.
Ich denke eher die konnten im Winter nicht in den Pub und verliessen deswegen Irland.

Trotzdem haben wir hier etwas, was ich so noch nie gesehen habe, auch wenn Hella sagt in Plymouth waeren sie groesser. Und zwar handelt es sich um Spinnen. Spinnen in der Art, wie wir sie hier haben, kenne ich eigentlich nur aus Terrarien und aus dem Zoo.
Ich weiss nicht wo sie leben, vermute aber dass diese Art von Spinnen sich von Beamish oder Murphys ernaehrt. Seit ein paar Tagen laufe ich nach der Arbeit von Knocknahenee bis zu meiner Wohnung -etwa 30 Minuten Fussweg- und traf heute wieder eine dieser, wie ich sie nenne, Arachno Alkoholis. Kennzeichen der Arachno Alkoholis ist dieser etwas unsichere schwankende Gang,-bisher warte ich aber noch auf ein singendes Exemplar, „I’ve been the Wild Rover…hicks“
So torkelte also eine Spinne von enormer Groesse, ca. 5cm, ueber den Buergersteig in Knocknahenee. Fuer mich, der Spinnen nicht leiden kann, war das ein Close Encounter of the Third Kind.

Da ich in der Gegend nicht weiss ob die Spinnen auch friedlich sind, wich ich natuerlich in grossem Bogen aus. Wahrscheinlich hing sie den ganzen Tag ueber mit ihren Spinnenkumpels auf einem Spiel- oder Sportplatz rum, hat sich mit billigem Bier aus dem Off-Licence abgefuellt, und sich dann Abends auf den langen Heimweg in irgendeinen Keller gemacht, wo sie dann die Asseln und anderes Getier im Suff mobbt. Und mit diesen unangenehmen Gestalten moechte ich nicht wirklich was zu tun haben.
Vor ein paar Monaten hatte ich schon mal eine Begegnung dieser Art gehabt. Diese Spinne, dick und braun mit feistem Grinsen, sass an meinem Schrank und machet keine Anstalten sich irgendwohin zu bewegen. Wuerde meine Mutter noch leben, sie haette die Spinne mit einem entzueckten Aufschrei, „och das arme Maeuschen!“, auf die Hand genommen und nach draussen gebracht.
Ich hingegen nutzte eine leere Tabaksdose und trieb das Drecksvieh da rein, denn bei der Groesse weiss ich nicht ob die in den Daumen beissen koennen, und einen Wundbrand durch irischen Whisky wollte ich nicht wirklich riskieren.

In unserem Hinterhof habe ich sie aus der Dose geschuettelt und das Vieh bewegte sich erst traege, wahrscheinlich wegen der Kaelte, und dann torkelnd davon. Ich haette aber schwoeren koennen dass sie schon am fruehen Morgen „Wrap the green Flag around me Boys“ -„The green Flag,“ Lied der irischen Rebellen und Gruen ist nicht die Farbe des Islam, sondern Irland- gesungen hat, und sich dann Richtung Waschkueche fortbewegte wo sie wahrscheinlich die letzten Reste Waschpulver verputzte.

Mir sind diese Art von Spinnen einfach nur unheimlich. Ich habe zwar nichts fuer Verschwoerungstheorien uebrig, aber koennte es nicht sein dass uns die Englaender diese Spinnen geschickt haben? So als Rache fuer die irische Unabhaengigkeit? Oder auch die EU, schliesslich stehen wir in ganz Europa in der Kreide…….hmmmmmm, ich werde das weiter beobachten.

Dank an Hella fuer die Anregungen und Ideen

2 Kommentare zu „Close Encounter

Gib deinen ab

  1. Wusste gar nicht, dass Du da so eine „Phobie“ hast. Gut, wenn die größer sind als in „good old germany“ gewohnt, kann man schon mal erschrecken, beim ersten Anblick. Aber sonst….??? Einfach töten und gut 😉

    1. Hallo Uwe,

      nee habe keine Phobie, aber die sind wirklich echt gross und waren schon Thema in einem Forum. War ueberspitzt dargestellt, allerdings torkeln die wirklich…….Beamishspinnen halt.
      Am 17. ist St. Patricks Day, da tragen sie gruene Huete.

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