Juedisches

Ein katholischer Junge und ein juedischer Junge gehen zusammen zur Schule. Ploetzlich frohlockt der katholische Junge, „Aetsch unser Priester weiss viel mehr als Euer doofer Rabbi!! Woraufhin der jüdische Junge sagt, „Ist ja auch klar, Ihr erzaehlt ihm ja auch alles.“
Dave Allen

Es ist schon ein paar Monate her da erschien ein Artikel in der Welt und einer Rede unseres Justizministers Alan Shatter. Shatter erinnerte in seiner Rede an die dunkle Vergangenheit Irlands und an den Umgang mit den Veteranen, die in der englischen Armee gegen Nazideutschland keaempften. Damit hat er zwar absolut Recht, aber so ganz objektiv, was die Juden in Irland betrifft hat er nicht.

In der Tat wurden nur ganz wenige Juden in Irland aufgenommen und ja es stimmt, dass viele Juden waehrend der NS-Zeit nicht nach Irland fluechten konnten. Ebenso stimmt es, dass nur wenige Juden hier Aufnahme fanden, weil der irische Justizminister sich der Rassegesetze von Nuernberg bediente, aber egal was man über de Valera sagt, er war es, der sich ueber seinen Justizminister und den Dial hinwegsetzte und anordnete, dass juedische Waisenkinder in Irland an Land gehen durften.

Die Geschichte der Juden ist ein bisschen tiefer und er, als Jude, zeigt, dass die Geschichte auch komplizierter ist, denn die Zahl der Juden in Irland mag gering sein und der juedische Einfluss unbedeutend, aber allein die Tatsache, dass er als Jude ein so hohes Amt bekleidet ist schon bemerkenswert, denn sowas gibt es wahrscheinlich nur in den USA.

Geht man zurueck in die Geschichte dann duerften Juden wohl so um im 12Jhr., zeitgleich mit England, in Irland gelandet sein. Wahrscheinlich kamen Juden als Kaufleute auf die Insel und liessen sich hier nieder. Die Zahl der Juden in Irland war auch verschwinden gering, moeglicherweise lebten um die 1000 hier und die meisten davon in Dublin.
Das aenderte sich als Juden in grosser Zahl nach den Pogromen in Osteuropa flohen und ueberall in die Welt kamen, davon auch eine Anzahl nach Irland, wobei die Zahlen schwanken und Dublin, als auch Cork, die Zentren der Osteuropaeischen Juden waren. Und ja, es gab ein Pogrom, das fand in Limerick statt, da sich der Antijudaismus mit dem Antisemitsmus vermischte und ein Prediger aus Limerick den Mob in der Kirche auflud. Allerdings wurde niemand getötet, dafuer wurden aber viele im juedischen Viertel verletzt, da Juden, wie ueberall auch, in Ghettos leben mussten und somit der „christlichen Überlegenheit“ ausgesetzt waren. Dabei haben die Christen von den Juden abgeschrieben, nicht umgekehrt und Jesus war Jude und nicht Bekennender der Siebetagsadventisten.
Allerdings blieb das Pogrom in Limerick eine Ausnahme und viele Juden gingen von hier aus in die USA.
Die Population der Juden ging merklich zurueck und das juedische Viertel in Dublin war war eines der wenigen juedischen Quartiere in Irland.

Heute liegt der Zahl der Juden in Irland bei 1200 und ehrlich gesagt, wenn man hier als Jude mit einer Kippa in den Bus steigt, es interessiert niemanden, nicht mal die Muslima mit dem Kopftuch. Wir hatten in Cork einen juedischen Bürgermeister, etwas, was in anderen Ländern, ausser den USA, oder Israel undenkbar wäre.

Ich muss sagen, ich bin ganz froh hier zu sein und kenne viele Iren die eher Pro-israelisch sind. Antisemitismus, so wie in Deutschland, habe ich hier nicht erlebt, ausser bei den ueblichen Verdaechtigen von Sinn Fein, oder anderen linken Gruppen, oder halt die ueblichen Schmieriereeien gibt es hier nicht, von daher ist es ganz ok und wir schreiben nicht mehr 1939 und, was ganz wichtig ist, bei uns kann man Buergermeister werden, wenn man was kann.

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