St. Patrick’s Day

Am Sonntag ist es wieder soweit und Irland feiert den Tag seines Nationalheiligen St. Patrick. St. Patrick’s Day, oder schnodderig auch „Paddys Day“ ist ein Touristenmagnet fuer die Insel. Gefuehlte Millionen werden via Flugzeug, oder Fähre auf die Insel stroemen und die Umzüge (Paraden) mitmachen und danach in den Pubs das Geld mit vollen Händen dem Landlord ueber den Tresen werfen.

Fuer mich wird es wahrscheinlich das erste Mal sein, dass ich mir die Parade anschaue, da ich an diesem Tag frei habe. Vielleicht werde ich aber auch im Bett bleiben, denn der Tag lockt nicht nur eine grosse Anzahl an Touristen in die Stadt, nein die Pubs machen meisst sehr zeitig auf und mit einer Druckbetankung die ihres Gleichen sucht, sind um die Mittagszeit die ersten Alkoholleichen zu verzeichnen. Vergleichbar ist dieser Tag mit Karneval und da ich urspruenglich aus dem Rheinland komme, weiss ich was das heisst.
Auch soll an St. Patrick’s Day die Zeugungsrate sehr hoch sein und so manche Touristin wunderte sich 9 Monate spaeter ueber einen rothaarigen Saeugling mit Sommersprossen.

Waehrend im Rheinland die Narrenkappe getragen wird traegt man hier grosse, flauschige gruene Zylinder und macht sich, ebenso wie im Karneval, freiwillig zum Affen. Dazu tragen ganz mutige rote Baerte zum ankleben. Was fehlt sind die Prunksitzungen, aber was nicht ist…..hoffentlich nicht.

Mir ist es, nachdem ich mich in die irische Geschichte vertieft habe, immer noch ein Raetsel warum Patrick in Irland so beliebt ist. Mal ehrlich, er war Engländer, andere sagen er war Schotte, eigentlich Wurscht, auf jeden Fall war er kein Ire, das ist schon mal sicher.
Patrick oder Padhraigh (gaelisch) beweist aber wie lange die christliche Tradition in Irland währt und zeigt, dass die Iren nette Geschichten mögen, denn das Land war schon christlich, bevor Patrick hierher kam.
Patrick, der um 461 in West Dunbartonshire Schottland geboren wurde, kam um 483 im Auftrag des Papstes Colestin I. nach Irland. Ob das so war, oder nicht, darueber gibt es nicht viel. Fakt ist, es gab um die Zeit bereits einen Missionsbischof in Irland.
Palladius war bereits vor Patrick in Irland und hatte die Aufgabe vom Papst bekommen, die Christen auf der Insel zu betreuen.
Bezueglich der Legenden um St. Patrick geht man davon aus, dass die meisten „Wundertaten“ die man ihm zuschreibt, wahrscheinlich auf Palladius zurückgehen, oder einfach nur Geschichten sind/waren, um den christlichen Glauben zu festigen. Fuer irische Verhaeltnisse waere er noch heiliger, wenn er mal eben 12 Clanchefs unter den Tisch gesoffen, dem Leprechaun den Goldtopf geraubt und die Tinwhistle gespielt hätte, dann waere er noch beliebter.

Trotzdem ist Patrick der Nationalheilige Irlands und man findet hier Strassen, Hauser, ja selbst Baeche nach ihm benannt. Und jedes Jahr, am 17 März, seinem Todestag, werden Paraden abgehalten, oder man faerbt ganz Boston grün, schliesslich ist Boston die groesste irische Gemeinde ausserhalb Irlands.

Na mal schauen, ob ich das erste Mal seit drei Jahren mir die Parade anschaue, die mittlerweile eher zu einem Fest der Nationen geworden ist.

Ach ja, selbst einen eigenen Marsch hat er. Der St. Patrick’s March wird sowohl von den Royal irish Guards, als auch von unserer Armee gespielt.

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