Man reformiert

Wenn man aus der Ferne einen Blick auf Deutschland wirft, dann kann man sich manchmal nur wundern. Eigentlich sollte Irland mein Thema sein, aber manchmal kommt man an Deutschland einfach nicht vorbei, besonders wenn es um Themen wie den Islam geht.
Wirft man einen Blick in die Zeitungen und Zeitschriften, dann gewinnt man den Eindruck, dass die Deutschen grundsätzlich daueraufgeregt sind, was das Zusammenleben mit ihren muslimischen Mitbürgern betrifft.

Natürlich spricht man das Thema so nicht an, nein, eine richtige Zeitung gönnt sich einen Alibimuslim, jemanden der seinen Mitglaubensbruedern erklärt, was so alles im Islam schief läuft. Das ganze findet schon seit den Anschlägen auf die Twin Towers statt und endet nicht nach dem Anschlag von Paris. Regelmäßig geben sich dann saekulaere Muslime die Klinke in die Hand und der Mustafa aus Ankara erklärt dem deutschen Wutbürger, dass der Islam dringend reformbedürftig ist. Natürlich freuen sich die Redaktionen, denn wenn es ein Muslim sagt und schreibt, dann kann es nur stimmen. Ist im Prinzip wie das Verhältnis deutscher Journalisten (nicht alle) zu Israel. Wenn Norman Finkelstein wutentbrannt in die Tasten hämmert, dass Israel nur aus Faschisten besteht und dringend aufgelöst gehört, dann jubelt ein Augstein und die Kommentatoren gleich mit.
Man macht sich nicht verdächtig und es fliegen auch keine Brandsätze in die Redaktionsräume, schliesslich hat das ja ein Muslim geschrieben.
Gern beruft man sich auf die Aufklärung und Martin Luther, nur hatte der gar nicht vor eine neue Glaubensrichtung zu entwerfen, sondern wollte eigentlich die bestehende nur reformieren weil ihm die Herren aus Rom gehörig die Nerven gingen. Ich denke der Mönch aus Wittenberg hatte keine Ahnung was passiert, denn die Fürsten waren ja der gleichen Meinung, allerdings wollten die keine Reform, sondern sich von Rom nicht gängeln lassen, also haben sie Heinrich den VIII. kopiert und der katholischen Kirche einen Tritt verpasst, trotzdem hat es noch Jahrhunderte gedauert bis wir bei dem angelangt waren, was wir Heute haben…obwohl haben wir es wirklich? Haben wir die Freiheit alles zu sagen, zu schreiben und zu drucken, wonach uns ist?

Aber zurück zum Islam. Nach den Anschlägen von Paris sprang sofort ein Politiker aus Berlin vor die Presse und hyperventilierte, dass es nun an der Zeit ist die Muslime in Deutschland zu schützen, so als wären die Leute eine bedrohte Tierart. Naja, sind wir ehrlich, Heute kann man das sagen, ich glaube nicht dass er sich 1938 so in die Bresche geworfen hätte, als in Deutschland die Synagogen brannten und die Geschäfte verwüstet wurden. Da hätte sich auch ein Herr Maas sehr zuerueckgehalten und ganz kleine Brötchen gebacken.

Ich schweife aber wieder ab, nun soll er sich wieder reformieren, der Islam und sich den modernen Verhältnissen anpassen, bisschen geschmeidiger werden und die Leute, die sofort den Pulsschlag eines Kolibris bekommen, sobald sie nur eine Zeichnung sehen, wo ein Turban drin vorkommt, völlig relaxed reagieren und sagen „ach komm, was soll das, trinke ich doch lieber einen Tee und rauch ’ne Wasserpfeife als meinen Blutdruck zum Mocca kochen zu verwenden.“
Leider verraet niemand, wer sich denn nun reformieren soll und wie man sich das konkret so vorstellt. Es gibt keine oberste Instanz im Islam, keinen Papst der von der Kanzel ruft, „nun macht mal halblang Jungs. 1.) Ist der Koran nicht gestern geschrieben worden, 2.) Unterscheiden sich Frauen nur durch den Körperbau und es war schliesslich Euer Gott, der aus Eurer Rippe die Frau geschaffen hat und 3.) Kann man heutzutage nicht einfach hingehen und jemanden einfach so verprügeln nur weil er anders ist, sonst müsstet Ihr Euch stundenlang in die Fresse hauen. So und jetzt knuddelt Ihr den Ahmed mal ganz fest, statt ihm den Kopf abzuschneiden, nur weil er ein Shiit ist, sonst packe ich die dicke Keule aus.“
1.6 Mrd. Muslime kann man nicht über einen Kamm scheeren, denn jeder meint, dass er und nur er persönlich weiss, was dem Propheten gefällt und was nicht und komischerweise hat jeder Recht, auch ich, ich habe den Koran nämlich gelesen als plötzlich ganz Persien verrückt wurde Ende der 70er Jahre. Und oft genug wurde ich belehrt, dass man den Koran nur in arabisch lesen kann, wenn ich zaghaft darauf hinwies, dass im Koran nirgendwo steht, dass Du Deine Frau schlechter als Deinen Esel behandeln sollst.
So wie ich das sehe und verstehe, dann hat jeder Recht, diejenigen die den Islam als friedlich verstehen und diejenigen die den Koran als Vorlage für ein Splattermovie sehen und sich wie die Reiter der Apokalypse benehmen und unschuldige Leute schlachten.
Was will man da also reformieren?

Nein, statt sofort relativieren, die Muslime dazu aufzurufen sie müssen jetzt aber mal ein Zeichen setzen und zu sagen, Islamismus ist nicht der Islam und wenn sich der Islam reformiert dann wäre Friede, Freude, Eierkuchen, sollte man es so halten wie der Bürgermeister von Rotterdam, der hat es richtig gesagt -ok ein Muslim-, aber der hat den Schneid zu sagen, „wenn es Euch hier nicht passt, dann haut endlich ab und lasst uns in Ruhe!“ Das und nur das sollten die Journalisten und Politiker in Deutschland ebenfalls sagen, anstatt Terroristen wie Minderminderbemittelte geistig grenzdebile Vollidioten zu betrachten.
Leute die hier in Europa Bambusse machen, müssen dahin gehen wo sie ihrem lächerlichen Mummenschanz frönen können, solche Typen braucht man so dringend wie einen Keuchhusten.

Wie sagte Friedrich der Grosse über Religion,

Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren (= ausüben), erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren (= bevölkern), so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen

Ich denke darauf kommt es an, nicht auf irgendwelche Reformen die sich eh nicht durchsetzen lassen, denn diese „Wutbürger“ die kann man nicht reformieren und wenn man nicht ständig vor irgendwelchen Leuten einknickt die als Dauermimosen durch’s Leben laufen, dann klappt es vielleicht auch mit dem Nachbarn.

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