Cider

Eine Legende behauptet, dass Cider von den Normannen nach Irland gebracht worden sein soll. Im Jahre 1167 kamen sie im Gepäck Diarmuid Mac Murchadha Caomhánach auf die Insel und sollten das Land von Rory O’Connor zurueckerorbern. Rory war zu der Zeit Hochkoenig von Irland und hat Diarmuid im Streit um eine Frau von der Insel geworfen.

Nun sollen sich die Normannen hier furchtbar gelangweilt haben, es war kalt und Regen gab es hier im Überfluss, sowie generell schlechtes Wetter, also sehnten sie sich nach einem guten Glas Cidre, wie aus der Heimat gewohnt, um wenigstens das Heimweh zu überwinden. Das was sie hier vorfanden war wohl in ihren Augen barbarisch, also beschlossen sie Hand anzulegen und Cidre herzustellen. Die Bäume dazu fanden sie im County Cork und los ging es.

Ob die Legende stimmt oder nicht, das weiss ich nicht, ich war nicht dabei. Was ich aber weiss ist, dass Cider in Irland einen sehr hohen Stellenwert hat. Angeblich trinken die Iren mehr Cider als die Engländer und Franzosen, eine genaue Studie dazu gibt es nicht und es bleibt allenfalls Spekulation ob dem so ist.
Fakt ist aber, dass jeder Pub Cider anbietet, entweder vom Fass, oder in der Flasche. Cider gehört zu Irland wie Whiskey und Stout.
Es gibt diverse Ciderproduzenten, wobei der Größte Produzent wohl die Firma Bulmers aus Clonmel sein dürfte, die seit 1935 Cider produziert.

Aus rechtlichen Gründen, da in England die Firma H.P. Bulmers existiert, heisst Bulmers ausserhalb Irlands Magners, nach dem Namen seines Gründers.
Ich muss zugeben, ich mag Bulmers nicht so besonders und das hat folgenden Grund; die Aepfel werden geschwefelt um sie haltbarer zu machen und das gibt Bulmers diesen, in meinen Augen, furchtbaren Geschmack. Von daher wundert mich der Erfolg dieses Getränkes, aber da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, gibt es genügend Menschen die diesem Getränk etwas abgewinnen.
Nun hat Bulmers in den Jahren an Beliebtheit Eingebüßt, da es zum einen sehr teuer ist, eine Dose kostet zwischen 2,20 und 2,50, aber wahrscheinlich noch mehr wegen seines geringen Alkoholgehaltes der bei rund 4.5% liegt.

Da Cider sehr beliebt ist, gibt es sehr viele Hersteller und einige davon sind beliebter als Bulmers, weil sie günstiger sind und mehr Alkohol beinhalten. Zwei dieser Gattung ist zum einen das bei Studenten sehr beliebte Druids Celtic Cider, welches 6% Alkoholgehalt aufweist und zwischen 5-6€ im Viererpack angeboten wird. Zum anderen, etwas jünger, Kepplers Cider aus Middleton. Kepplers hat 6% und die Dose kostet meist 1.50€, die günstigste Art also sich einen Rausch anzutrinken.

Beide Cider schmecken sehr erfrischend nach Apfel, sind nicht so stark geschwefelt und sind eine herrliche Erfrischung im Sommer nach der Arbeit, wenn man im Garten sitzen und die lauen Sommerabende geniessen kann.

Stonewell, ein Produzent aus Kinsale, macht nach Ansicht der Ciderliebhaber den besten Cider und gehört dem Cider Ireland an, einem Zusammenschluss der irischen Cider Produzenten.

Fazit, wer Cidre gern mag, der wird in Irland ein bisschen mehr finden als eine grüne Insel, nämlich auch ein verdammt gutes Cider worauf die Iren sehr stolz sind.

Ein Kommentar zu „Cider

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  1. Danke für die Anregung! In irischen Pubs war Cider immer mein Liebstes, keine Ahnung welcher Marke. Es liegt auch schon wieder Jahrzehnte zurück. Nach deinen Cider-Tipps brach sich die Sehnsucht Bahn und ich habe ein Probierpaket bestellt und in Erinnerungen geschwelgt. Bisher ist Green Goblin mein Favorit, schmeckt eher nach Bier als nach Apfelwein.

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