Geisterstunde

Deerpark CBS
Geisterstunde?

Ich nehme an, dass Sie noch nie etwas von der Deerpark Christian Brothers School gehört haben, immerhin ist es die älteste Schule in Cork. Trösten Sie sich, ich lebe zwar seit ein paar Jahren in Cork, wußte aber nie, dass das Gebäude das ich öfters passiert habe, eine Schule ist.

Deerpark CBS wurde 1828 von einer christlichen Gemeinschaft gegründet und ist auch der Träger des 1880 gegründeten Christian Brothers College hier in Cork. Da hier, wie in anderen europäischen Ländern, Schulen meist von der Kirche gegründet wurden, ist Deerpark eigentlich eine ganz normale Schule, wie jede andere auch. Allerdings ist Deerpark seit Anfang Oktober bekannt bis in’s hinterste Kathmandu.

Der Grund, warum eine Schule in Cork auf der Weltbühne erscheint, ist ein Video das von einer CCTV aufgenommen wurde und angeblich einen Poltergeist zeigt, der in der Schule sein Unwesen treibt. Zuerst wurde das Video von Deerpark auf YouTube veröffentlicht und ging, kurz nach der Veröffentlichung viral im Netz.

Zeitungen, Onlinemagazine und Fernsehsender rund um den Globus zeigen ein Video, auf dem man sieht wie sich erst eine Tür öffnet und dann mit lautem Knall schließt, Schränke bewegt und Sachen durch den Raum fliegen.

Die Schule, die bisher nicht für irgendetwas aufregendes stand -vielleicht für die Schüler, die während der Examen schwitzen-, ist nun in den internationalen Fokus gerückt und trägt das Bild Corks hinaus in die weite Welt.

Ob es dort wirklich paranormale Phänomene gibt, oder das Ganze ein Schülerstreich ist, die Aktivitäten zeigen auf jeden Fall sehr schön, wie soziale Netze arbeiten. Kaum waren die ersten Artikel veröffentlicht, meldeten sich auch schon die ersten selbsternannten Experten zu Wort.

Nun ist es zwar schön, wenn eine gewisse Skepsis herrscht, aber man macht sich meist selbst lächerlich wenn man nicht mal einen Funken Anstand besitzt und ohne Rücksicht auf Verluste ausfallend und beleidigend wird, nur weil jemand die Sicht nicht teilt.

Das Problem ist außerdem, wenn man nicht weiß wie die Aufnahmen zustande gekommen sind. Die Schule erklärte gegenüber der Presse, dass es häufiger zu Vorfällen gekommen ist die man sich nicht erklären können und bat, falls jemand eine logische Erklärung hat, würde man sich sehr darüber freuen, denn man sei an einer Aufklärung sehr interessiert. Leider kam bisher nicht wirklich etwas, was die Sache erklären könnte.

Ok, man kann natürlich damit argumentieren, dass die Schule einfach Werbung für ihr Fest an Halloween machen wollte. Für mich kein überzeugendes Argument, denn wenn man lokal Werbung machen will, dann lädt man sowas nicht auf den Server von You Tube.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Uhrzeit des Videos und der Erklärung des Principals sowie des Head Teacher. Der gezeigte Flur befindet sich im Obergeschoss, das Fenster war geschlossen -was eine Leiter unwahrscheinlich erscheinen läßt- und es ist unlogisch, dass Minderjährige nachts in die Schule kommen, da die CCTVs mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind. Es käme natürlich eine Zeitschaltuhr in Frage, d.h. Man hätte die Gegenstände wie die Tür im Hintergrund, den Schrank, oder die Schranktür, sowie das Warnzeichen mit Angeldraht präpariert und via Zeitschaltuhr einen Mechanismus ausgelöst.

Ich persönlich weiß, dass es Dinge gibt, die man auch mit Logik nicht erklären kann und habe in der Vergangenheit ein paar selber erlebt. Hier allerdings glaube ich schon an einen Hoax, sehe aber nicht wie man das alles, ohne zutun der Direktion abgelaufen sein sollte. Die Direktion der Schule macht zwar, wie bei uns in Irland üblich ist, Witze über die Sache, so dass viele Leute, die den irischen Humor nicht verstehen, sofort davon überzeugt sind, es wäre ein Schwindel.

So lange aber niemand von der Schule erklärt, „ja, wir haben uns einen Spaß erlaubt,“ bleibt es was es ist, ein Rätsel. Da kann man noch so oft schreiben die Schuldirektion hat den Schwindel zugegeben (hat sie nicht).

Übrigens hat die Schule mittlerweile ein zweites Video veröffentlicht.

In diesem Sinne….einen gruseligen Abend

 

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Irland und ich

Ich lebe jetzt seit über 7 Jahren in Irland. Angefangen hat mein Verhältnis mit dieser Insel aber schon davor und zwar in den 70er Jahren. Ich weiß nicht mehr genau wann das war, aber mein Vater bekam von seiner Firma Tickets für ein Konzert der Dubliners

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Damit hat alles angefangen

in Köln und nahm mich, da sonst niemand Interesse hatte, dorthin mit. Da war so der Anfang meiner Fixerkarriere. Wir waren beide von der Musik begeistert die anders klang als das, was man bisher so gehört hatte. Platten wurden gekauft, oder mein Vater bekam sie geschenkt und irgendwann ebbte die Euphorie für Land und Leute bei meinem Vater ab, während sie bei mir stieg, besonders, da der WDR regelmäßig die Auftritte David Tynan O’Mahonys, besser bekannt als Dave Allen, im Fernsehen zeigte.

Dave Allen war ein brillanter irischer Comedian und seine Art, wie er nicht nur Land und Leute, sondern auch die katholische Kirche, auf’s Korn nahm führten dazu, dass viele Sendungen von RTÈ boykottiert wurden. Da die Sendungen eh von der BBC aufgezeichnet wurden und überwiegend in Groß Britannien gezeigt, dürfte es für Mr. Allen keinen Beinbruch bedeutet haben in Irland eine gewisse Persona non Grata gewesen zu sein.

Er hatte die Angewohnheit auf der Bühne zu sitzen und während seiner Show zu

Dave Allen
Dave Allen

rauchen, sowie ein Glas mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit zu trinken, was die Leute zu der Annahme verleitete er würde ein Glas Whisky trinken. Allen beließ die Leute in dem Glauben, allerdings trank er Ginger Ale. Er meinte später hätte er wirklich Alkohol während der Show getrunken, dann wäre er wohl vom Stuhl gerutscht. Aber, so sagte er auch, die Leute assoziieren einen Iren sehr gerne als trinkfeste Person und er wollte ihnen diese Illusion nicht nehmen. Jede seiner Shows beendete er mit den Worten, „may your God be with you.“

Mein Interesse war nun noch mehr geweckt und so begann ich, neben Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“ auch und direkt irische Schriftsteller zu lesen, quasi Quellenforschung. Joyce, bzw. Ulysses fand ich furchtbar und war mehr von Sean O’Casey, dem großen irischen Dramatiker, angetan. Den Film „Cassidy der Rebell,“ mit Rod Steiger und Maggie Smith hatte ich sogar aufnehmen lassen. Der Film, über die Zeit O’Caseys während des Easter Rising 1916, war angelehnt an die Autobiographie Caseys „Mirror in my House,“ über die Anfänge von ca. 1911 bis 1917.

Liam O’Flahertys Zornige grüne Insel“ habe ich mehrfach gelesen. Es ist für mich eines der besten Bücher über die Geschichte Irlands und ich kann dieses Buch nur jedem, der sich für die Geschichte der grünen Insel interessiert, sehr an’s Herz legen. Leider konnte ich das Buch nie im Original lesen denn es scheint, als hätten irische Buchverleger kein Interesse daran. Aber auch die deutsche Übersetzung ist ihr Geld allemal Wert. Wer also an Irland interessiert ist und im Winter nichts besseres vor hat, dem sei O’Flaherty an’s Herz gelegt.

Bevor ich aber abschweife wieder zurück zum Thema. Also da mich nun Irland gefesselt hatte, begann ich die Geschichte Irlands zu studieren, von den Anfängen, über die Zeit der Engländer bis zur Gründung des irischen Freistaates. Ich lernte wer Brian Boru war, machte mich vertraut mit Michael Collins und Èamon de Valera. Und lernte auch Tomaś MacCurtain kennen.

http://irishamerica.com/2016/02/michael-collins-from-the-g-p-o-to-beal-na-mblath/
Èamon de Valera (links) und Michael Collins (rechts) 1921

Natürlich lernte ich die irische Folklore kennen, sowie die Legenden und durch zwei irische Kollegen wußte ich, dass es in Irland Gegenden gibt von den die Einwohner überzeugt sind, die Elfen würden dort leben und meideten diese Gegenden wie die Pest.

Ich nahm mir vor das ich eines Tages diese Insel besuchen würde, nun dass ich dort arbeiten würde, das kam mir eigentlich nie in den Sinn. Urlaub, ja, natürlich. Natürlich kam es nie zum Urlaub, da andere Prioritäten Vorrang hatten und ich war überall in Europa, aber nicht in Irland.

Dies änderte sich als meine Mutter gestorben war. Mit Hilfe eines Freundes räumte ich die Wohnung meiner Eltern leer und das war es dann für mich. Bekannte von mir meinten ich solle mich doch in England bewerben, dann könnten wir uns regelmäßig sehen. Also gesagt und getan, und die Bewerbung in’s englische übersetzt und bei Monster.co.uk eingesetzt und dann gewartet was passiert. Irgendwann bekam ich einen Anruf von einer Recruitmentfirma in Dublin. Man hätte einen tollen Job bei einer multinationalen Firma in Irland und fragte, ob ich nicht Interesse daran hätte. Natürlich sagte ich dem Mann, „eigentlich bin ich auf dem Weg nach England, aber ok, Irland liegt direkt daneben“ und willigte zu ein, ein Interview zu führen. So kam es dass ich nach Irland kam und nun schon über 7 Jahre hier lebe und arbeite. Habe ich es bereut? Ja, natürlich, manchmal kamen schon Gedanken warum man sich das antut. Aber im Großen und Ganzen, nein, ich habe es gesamt gesehen nicht bereut. Ich denke, da ich ein Familienmensch bin, war es schwer in einem anderen Land zu leben, als meine Eltern noch am leben waren. Ich habe ein Jahr in Italien und Österreich verbracht und zu der Zeit, also in Italien, gab es kein Computer und Internet. Gut Computer schon, aber die wenigsten hatten privat einen. Also war es für mich immer schwierig weil ich zwar weg aus Deutschland wollte, so wie mein Vater, aber halt nicht getrennt von der Familie. Nachdem meine Mutter als Letzte starb -Mein Bruder und mein Vater waren schon vorher gestorben- und man mir meinen Hund vergiftet hatte, da war es für mich einfacher Deutschland zu verlassen. Natürlich hätte ich, wenn sich die Gelegenheit ergeben hätte in ein anderes Land außer Irland zu gehen, überall hingehen können. Ich hatte sogar, da lebten meine Eltern noch, die Möglichkeit in Neuseeland zu arbeiten, aber als die sagten, dass mein Hund in Quarantäne müsse und dort etwa 6 bis 8 Wochen zu bleiben hätte, lehnte ich es ab mit dem Hinweis, „ich habe meinen Hund aus einem italienischen Knast befreit, wo sie 2 Jahre als Justizopfer einsaß, nur weil sie nicht für den Job als Hütehund geeignet war und vom Besitzer, bevor sie in den Knast kam, gefoltert wurde. Da werde ich sie sicher nicht noch einmal in den Knast geben, auch wenn es gut gemeint ist. Mein Hund ist gesund und arbeitsfähig, das sollte reichen.“ Irgendwie kam mein Statement nicht so gut an, aber egal.

Ach ja, Irland. Ich hatte mich mal bei Creative Labs beworben und ein Angebot für Dublin bekommen, das war Ende der Neunziger und es wäre auch zu einem Vertrag gekommen, wenn ich nicht knapp davor ein Rückzieher gemacht hätte, so dauerte es halt 12 Jahre, bis ich meinen Fuß auf irischen Boden setzten konnte.

Apple Intern

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Ich bin von einem Bekannten aus Deutschland darauf aufmerksam gemacht worden, dass eine ehemalige Mitarbeiterin ein Buch geschrieben hat, welches sich mit Apple beschäftigt und in dem sie schwere Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen erheben würde. Daniela Kickl, so heißt die Autorin hat, laut eigenen Angaben, drei Jahre bei Apple gearbeitet und beschreibt die Arbeit als Hölle auf Erden. „Nanu,“ dachte ich, denn ich war selber bei der Firma und sogar in der selben Abteilung beschäftigt und mir ist eigentlich nie aufgefallen wie schlecht es mir in den Jahren meiner Tätigkeit ging. Im ersten Moment wundert man sich und liest alles was denn so im Netz an Informationen verfügbar ist.
Die Autorin, oder ihr Verlag, waren sehr umtriebig, denn man kann fast in jeder deutschsprachigen Zeitung lesen, wie unmenschlich das System bei Apple sei. Quasi, so die Lesart, wäre das Leben in einem Gulag besser als das Arbeiten bei Apple. Natürlich war mein Interesse geweckt, denn so, wie in den Interviews und Artikeln beschrieben, hatte ich es nicht in Erinnerung. Klar, natürlich gab es Kritik, da manche Dinge bei Apple recht seltsam sind, aber das ist wohl in jeder Firma so, dass man mit vielen Dingen nicht einverstanden ist. Und da kommen wir zu einem Problem, dass jede Firma, die schnell gewachsen ist, betrifft. Viele Dinge sind nicht durchdacht und einige, besonders große Firmen, produzieren ein Management, in dem Leute arbeiten, die völlig ungeeignet sind Leute zu führen, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich habe mir also bei Amazon das Buch bestellt, da es in einer irischen Buchhandlung schwer zu finden ist, und war gespannt auf die Skandale, die die Presse versprach. Vor allem denkt man, dass bei 286 Seiten, die das Buch hat, ein bisschen mehr rausspringt als das, was in den Interviews und Artikeln geschrieben und gesagt wurde.
Die Autorin beschreibt auch keine drei Jahre, sondern beschränkt sich auf einen Zeitraum von etwa 9 Monaten und man könnte das, was sie zu sagen hat, auf eine DIN A4 Seite beschränken, denn der Informationsgehalt ist mehr als dürftig und wird dem Anspruch, es sei „investigativer Journalismus“ der hier statt findet, nicht gerecht, statt dessen erfährt man viel über die Gemütsverfassung der Autorin und das Buch bietet, gerade für Psychologen, ein reiches Betätigungsfeld, denn man wird über das Innenleben der Frau Kickl bestens informiert.
Mittlerweile ist es leider so, dass Leute, die sich für talentierter als Thomas Mann halten, die Möglichkeit bekommen in Eigenregie und mit begrenzten literarischen Mitteln, ein Buch nicht nur zu schreiben, sondern auch zu veröffentlichen. Frau Kickl steht, trotz eines Verlages im Hintergrund, dem in nichts nach. Im Stile eines Schulaufsatzes –„Mein aufregendstes Erlebnis“– breitet sie ihr Innenleben aus und offenbart dem Leser, ob ihm das nun gefällt oder nicht, wie sie tickt, und das ist wahrlich nicht schön.

„Ich war in der glücklichen Lage, iPhones bereits vor meinem Arbeitsantritt exzellent bedienen zu können. Es gab keine Funktion und keine Einstellung, die ich nicht kannte und erklären konnte. Ich wusste teilweise sogar mehr als Jürgen.“ (Apple intern, Seite 61,62)
Als bekannt gegeben wurde, wer in welches Team kommt, schreibt die Autorin, “ ‚Buhhh‘ und ‚Ooooooh‘ machen meine Kollegen. Ich habe mich zu einer Art Integrationsfigur im Team entwickelt.“ (Apple intern, Seite 68)

Nun ist es völlig normal, dass man die Leute bei so einer großen Gruppe auf verschiedene Teams aufteilt, bei der Autorin liest es sich aber so, als wäre sie bei den Leuten so beliebt, dass jeder in ihr quasi die Übermutter sieht. Und diesen Stil behält sie das ganze Buch über bei, so dass man sich fragt, ob sie bei diesem Ego noch normal durch die Tür passt.

„Hallo liebe neue Kollegen, ich bin Daniela aus Wien, 44 Jahre alt und habe in Österreich in der IT-Branche gearbeitet. Das muß genügen für den Anfang, denke ich. Ich muß ja nicht gleich zu Beginn meiner Karriere bei Apple auffallen.“ (Apple intern, Seite 85)

Nun ja, wenn man Kollegen darüber belehrt, dass man es besser weiss, wie alles funktioniert und dies auch einem Kollegen an den Kopf wirft, der bereits 5 Jahre in einem Unternehmen arbeitet, das sind natürlich ideale Voraussetzungen, um sich im Kollegenkreis beliebt zu machen, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Mitarbeiter, auch im iOS bzw. Mac Support aus der IT-Branche kommen und teilweise eine Ausbildung, oder ein IT-Studium vorweisen können. Die Autorin ist also nicht die Einzige, die „überqualifiziert“ für einen Job im Callcenter ist, denn dies ist Apple Care, ein riesiges Callcenter mit Leuten aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Qualfikationen. Die Dame denkt aber offensichtlich, dass Apple ihr einen Platz außerhalb von Apple Care hätte anbieten müssen. Produktdesigner eventuell, also jedenfalls etwas, das so einer Hochintelligenten Frau liegt.
Ich gebe zu, ich musste das Buch mehrfach aus der Hand legen, denn so ein Schwachsinn ist mir selten untergekommen. Ich habe versucht neutral an das Buch heranzugehen, obwohl ich selber bei Apple gearbeitet habe und mich an Frau Kickl vage erinnern kann. Aber die Lektüre des Buches war stellenweise eine Tortur, denn die Autorin kann alles besser, weiß alles besser und macht auch alles besser, ohne dass es die Manager bei Apple mitbekommen haben, dabei hat Apple doch ein allumfassendes Überwachungssystem.
Laut eigener Aussage hatte sie, bevor sie bei Apple anfing, eine Initiativbewerbung an Apple geschickt, über die konkreten Gründe schweigt sie sich aus. Sie hätte, da sie ja überqualifiziert sei, sich auch um eine Stelle bei SAP in Galway bemühen können, denn sie hat ja, laut eigener Aussage, für SAP in Wien gearbeitet. Offensichtlich hat sie das nicht gemacht und auch die Stellenangebote bei Apple, die weit mehr beinhalten als Jobs im iOS Support, hat sie sich gar nicht angeschaut. Da stellt sich die Frage, was sie sich vorgestellt hat. Dachte sie die Mitarbeiter bei HR schauen sich die Lebensläufe der Bewerber an und sagen von sich aus: „Hey, hier habe ich ein Genie. Kickl heißt sie und hat schon für Konrad Zuse den Computer gebaut, da müssen wir ihre Bewerbung aber gleich an Cupertino in die Entwicklungsabteilung weiterleiten, warten die doch händeringend darauf, dass endlich jemand iOS verbessert.“ 

Natürlich schauen sie sich die Bewerbungen durch und wenn sie denken, iOS wäre etwas, was den Fähigkeiten des Bewerbers entsprechen könne, dann bieten sie ihm diesen Job an. Es ist immer noch die Entscheidung des Einzelnen, ob er dieses Angebot akzeptiert oder sagt, „ach nein, ich habe eigentlich eher damit gerechnet in den Apple Vorstand berufen zu werden.“

Diese fehlende Selbstwahrnehmung ist ein Phänomen, das ich sehr oft im Laufe meines Lebens beobachten konnte. Leute, die der Meinung waren, sie könnten sich mit Albert Einstein vergleichen, ohne einer zu sein, waren im Laufe ihrer Beschäftigung zutiefst frustriert, weil niemand ihr Talent sah, außer sie selbst. Ich nehme an, die Autorin leidet unter dem gleichen Mangel an Wahrnehmung und hat dieses Buch aus einem einzigen Grund geschrieben, sie möchte sich offensichtlich an ihrer vermeintlichen Liebe rächen und dazu ist ihr jedes Mittel recht. Wenn man damit noch ein paar Euro verdienen kann, weil es um Apple geht, warum nicht. Der Psychologe Peter Lauster beschrieb das Phänomen folgendermaßen: „Enttäuschte Liebe ist enttäuschte Erwartung. Wenn keine Erwartungen bestehen, kann keine Enttäuschung eintreten. Erwartungen sind die Ursache für unser seelisches Elend, für Unzufriedenheit, Angst, Nervosität und fehlenden Kontakt zur Wirklichkeit.“ In dem Buch beschreibt die Autorin ihr anfängliches Verhältnis zu Apple und man liest, dass sie sich offensichtlich keine Gedanken darüber gemacht hat, dass Apple, genauso wie jede andere Firma, gewinnorientiert ist. Nicht umsonst gilt Apple mittlerweile als die reichste Firma der Welt. Selbst Steve Jobs, den manche anscheinend immer noch wie einen selbstlosen Heiligen sehen, quasi einen Siddharta Gautama, der durch Meditation zum Buddha wurde, war zeit seines Lebens darum bemüht, Geld aus seinen Aktivitäten zu machen. Das kann man wissen, wenn man sich mit ihm beschäftigt, aber für einige ist dies anscheinend hinderlich.

Durch Andy Warhol kennen einige, die sich mit ihm beschäftigt haben, den Medienphilosophen Marshall McLuhan. Dieser prägte den Ausdruck „15 Minuten Ruhm.“ Zusammengefasst läßt es sich so ausdrücken: „Die Flüchtigkeit von Ruhm und medialer Aufmerksamkeit, ist die Zeit, die sich schnell durch eine Ablenkung auf ein anderes Objekt fokussiert, sobald die Aufmerksamkeitsspanne des Betrachters erschöpft ist.“ Oder, moderner ausgedrückt: „Im Zeitalter des Reality TVs bewirkte eine ironische Neuschaffung des Ausspruchs, wonach jeder 15 Minuten – nicht mehr – zu sehen ist. Vermutlich ausgelöst durch das Aufkommen von Social Networks, Blogs und anderer Internet-Erscheinungen, wurde der Spruch auch in “In the future, everyone will be famous to fifteen people” (Alternativ: “On the web, everyone will be famous to fifteen people”) abgeändert. Letztere Aussage wird dem schottischen Künstler Momus zugeschrieben. 
Das läßt natürlich Rückschlüsse auf die Intelligenz der Autorin zu, denn mit dem Buch hat sie sich zwangsläufig in’s Abseits gekick(l)t. Kein Arbeitgeber wird der Frau auch nur einen Job anbieten und es steht die Frage im Raum, wäre es nicht besser gewesen eine Faust in der Tasche zu machen und zu sagen, „ich scheiss Euch jetzt was“? Aber offensichtlich sieht sie sich selbst für eine moderne Ausgabe der Emmeline Pankhurst, nur Pankhurst wusste, im Gegensatz zur Autorin, was sie wollte. Und es mutet auch seltsam an, wenn Frau Kickl schreibt, „zuletzt möchte ich mich bei all jenen Helden bedanken, die sich erhoben haben, um die Welt zu einer Besseren zu machen. Ich danke Ben Farrell für seinen Blog über Apple, Julian Assange für seinen Einsatz im Kampf um die Wahrheit und Gerechtigkeit, Edward Snowden, der sein eigenes Leben dem höheren Zweck untergeordnet hat, Erin Brockovich, die einfach das Richtige getan hat. Sie alle waren und sind mir Vorbild.“ 
Na da hat sie ja schöne Vorbilder, wie gescheiterte Existenzen, eine Frau, die sich wirklich für das Recht eingesetzt hat und nicht für eine Vision, oder Geld und Ruhm, sowie einen Ex-Mitarbeiter, der einen Blog Artikel geschrieben und sich über die Gründe ausgelassen hat, warum er bei Apple kündigte, wobei niemand genau sagen kann, ob die Vorwürfe, die Farrell erhoben hat, sich auch so zugetragen haben. Und das ist ein Problem, auch wenn viele die sogenannte Work-Life Balance bei Apple beklagen, gibt es auf der Gegenseite viele Mitarbeiter, die das als Plus sehen. Und da ist, wie überall, die Wahrheit irgendwo dazwischen. Frau Kickl passt höchstens zu den erst genannten, Julian Assange, der mittlerweile seit 2012 in der Ecuadorianischen Botschaft lebt und davor eher als Verschwörungsguru denn als Investigativer Journalist auftrat und von seinen ehemaligen Mitarbeitern ob seines Führungsstils kritisiert wurde. Der auch fordert, dass ein ehemaliger afghanischer Informant am besten von den Geheimdiensten ausgeschaltet wird und ein profaner Datendieb. Snowden, der offensichtlich zuviel Agentenkrimis gelesen hat und von westlichen Politikern, sowie der Presse, als Kämpfer für Freiheit und Demokratie betrachtet wird, flüchtet ausgerechnet nach Russland. Klar Russland unter Putin ist ja auch der Garant der freien Meinungsäußerung. In den Siebziger und Achtziger Jahren, ja da war es noch Usus entweder in die DDR, die Sowjetunion oder die Bundesrepublik zu fliehen, wenn man aufflog. Und in dieser Tradition sieht sich offensichtlich auch Frau Kickl. Nicht der schnöde Mammon war ihr Leitmotiv, sondern die Befreiung der Arbeiterklasse aus dem kapitalistischen System. Dieses hehre Ziel bekommt allerdings einige Kratzer wenn sie bezüglich eines Schichttausches schreibt: „Ich bitte nur um Berücksichtigung meiner familiären Umstände und um freie Wochenenden. Meinetwegen die Spätschicht, aber Wochenenden gehen mit schulpflichtigen Kindern nicht.“ Daraufhin, man weiß es nicht, geht Apple wirklich hin, tauscht ihre Schicht mit der einer Kollegin und, als diese Kollegin sich bei ihr beschwert, schiebt sie die Schuld auf Apple.

Nun war, und ist es wahrscheinlich immer noch so, dass man die Möglichkeit hat, seine bevorzugten Schichten anzugeben. Die Schichten ändern sich alle 6 Wochen und man wird, wenn man senil ist, darüber informiert, dass die Möglichkeit der Wunschschicht besteht und, sobald die Schicht online ist, das man diese nun einsehen kann. Macht man es nicht und läßt alles so wie es ist, dann kann es sein, daß man am Wochenende arbeiten muss. In Deutschland ging meine Mutter auch am Wochenende arbeiten, ohne dass aus mir ein Bettnässer oder Stotterer geworden wäre. Nun war mein Vater an den Wochenenden daheim und man weiss nun nicht ob ihr „Sweetheart“ daheim war, also, wo ist nun der große Skandal, außer dass jemand der Meinung ist, er verdiene eine besondere Behandlung.

Der zweite Kratzer ist ihr Vergleich mit Strafgefangen, die es ja angeblich besser haben als Apple Advisor. So schreibt sie auf die Anordnung den Arbeitsplatz wegen eines Besuches aus Cupertino aufzuräumen, „Räumen wir doch einfach unsere Sachen weg. Ist nicht so schlimm für einen Tag.“ „Doch, ich finde das schlimm,“ sage ich. „es ist sogar schlimmer als bei Strafgefangenen. Weißt Du warum? Weil die wissen, dass sich im Notfall Amnesty International um sie kümmert…“
Hey, da kommt doch direkt Sympathie für die Autorin auf und alle Strafgefangenen, die in irgendeinem Folterknast vor sich hin rotten haben direkt einen entspannteren Tag, denn es kümmert sich Amnesty um sie. Bestimmt sagen sie sich, „scheiße, ich habe zwar schwer auf die Fresse bekommen und nach dem Stromstoß in die Hoden krümme ich mich vor Nierenschmerzen, aber hey, bei Apple müßte ich jetzt meinen Schreibtisch aufräumen, hier kommt wenigstens ein Vertreter von Amnesty vorbei und streichelt mir den Rücken.“

Dann die Sache mit dem verweigerten Urlaub. Nun ist es so, dass Firmen, nicht nur Apple, zu gewissen Zeiten eine Urlaubssperre haben. Meist sind diese Urlaubssperren vor Messen, Neuerscheinungen oder Feiertagen, bei denen die Unternehmen davon ausgehen, dass ein erhöhtes Aufkommen an Anrufen erfolgt. Bei der Autorin ist es so, dass sie sich selbst als etwas ganz besonderes sieht und offensichtlich Probleme mit Entscheidungen hat. Als nämlich ihr Antrag abgelehnt wird, entwickelt sie eine Art von Ehrgeiz und sucht so lange, bis sie den genehmigten Urlaubsantrag einer Kollegin findet. Der Leser erfährt nicht, warum der Urlaub dieser Kollegin genehmigt wurde, Frau Kickl tut aber so, als würde von ihrem Urlaubsantrag die Psyche ihres Kindes abhängen, könnte ihr Sohn doch Bettnässer, Serienmörder, oder noch schlimmer, gar homosexuell werden. Dabei wird sie mit Sicherheit beim Einstellungsgespräch darüber informiert worden sein, dass es zu Urlaubssperren, wie auch zu Schichten an den Wochenenden kommen kann. Sie kann niemandem erzählen, sie hätte dies nicht gewußt, und jetzt künstlich empört reagieren. „Wie, ich muß am Wochenende arbeiten, da hat mir doch keiner was von gesagt? Gilt denn für mich nicht die Begabtenregel, werde ich wirklich wie ein Proletarier behandelt? Ich, die so klug und gebildet ist und mindestens 100 Jahre Berufserfahrung besitzt?“
Wie sagt man das so treffend? „Das Leben ist kein Ponyhof!“ Die Autorin macht allerdings den Eindruck, dass diese Weisheit auf sie nicht zutrifft und das Leben sich nach ihr richten muss. Diese Haltung ist extrem störend und unsympathisch. Man muss ständig Kompromisse eingehen, besonders in einem großen Unternehmen, in dem viele Menschen auf begrenztem Raum arbeiten. Dazu muss ein Unternehmen dieser Größe auch Regeln aufstellen, sonst bricht über kurz oder lang Chaos aus. Frau Kickl, die ja auch Personalmanagement studiert hat, scheint dies aber offensichtlich verpaßt zu haben, denn die Personaleinsatzplanung – Business Needs, wie sie ständig im Buch betont – doch Teil des Studiums sein sollte.

Natürlich, und das gebe ich ganz offen zu, haben die meisten Menschen ab einem gewissen Alter Probleme sich unterzuordnen, besonders wenn die ein lange Berufslaufbahn hinter sich haben, mir ging es ganz genauso und ich musste teilweise das Zusammenleben mit anderen wieder lernen. Gäbe es keine Regeln, dann hätten auch die Teamleiter einen schweren Stand, denn es ist nicht wie im Sportunterricht, wo man sich die Mitglieder seines Teams aussuchen kann. Man bekommt eine Anzahl von neuen Mitarbeitern und muss aus diesem Material ein funktionierendes Team bilden und das ist nicht immer leicht. Ich weiß, wovon ich schreibe.

Da die Autorin schreibt, sie hätte schon Teams geleitet, sollte sie eigentlich wissen, wie schwer es sein kann, mit verschiedenen Mentalitäten umzugehen, aber anscheinend ist ihr das völlig unbekannt.

Das Machwerk, als Buch kann man es nicht bezeichnen, ist auch kein Tatsachenbuch, oder Sachbuch und die Autorin ist weder ein Bob Woodward, oder Carl Bernstein, noch ein Günther Wallraff. Das, was sie hier als „Skandal“ verkaufen möchte, ist nichts mehr als die persönliche Abrechnung einer in ihrem Ego verletzten Person.

Toilettengate
Frau Kickl schreibt, und es wird auch ständig in Interviews und Artikeln betont, dass das System bei Apple so unmenschlich sei und nur Acht Minuten am Tag für den Toilettengang vorgesehen sind. Der unbedarfte Leser schüttelt nun verwundert den Kopf, reißt die Augen auf und ruft in verständlicher Überraschung wie furchtbar das sei. Die Autorin, sowie die Journalisten vergessen aber ein kleines winziges Detail. Sie beschreibt am Anfang des Buches die Pausenregelung bei Apple, dass Apple insgesamt eine Stunde Pause vorgesehen hat, und dass täglich 10 Minuten Admin Offline Time, kurz vor Ende der Schicht, gewährt werden. Liest man nicht das Buch oder kennt sich bei Apple aus, dann klingt es natürlich dramatisch, denn so reduziert man einen Unternehmen auf einen Sklaventreiber, der insgesamt nur 8 Minuten gewährt. Sie macht auch nicht die Anstalten diese 8 Minuten zu erklären, oder darauf hinzuweisen, dass diese 8 Minuten zusätzlich gewährt werden. Das muss sie auch nicht, geht es doch darum, dem Ex-Arbeitgeber eine Ohrfeige zu verpassen und was passt da besser als die selektive Wahrheit.
Frau Kickl macht sich sogar die Mühe und stoppt mit ihrem iPhone – eine Uhr wäre ja auch zu profan – die Zeit, die ein Advisor vom hintersten Winkel des Raumes bis auf die Toilette benötigen würde und schreibt diese Zeit penibel auf. Da sie sich grundsätzlich nicht beschwert, weil sie dies für destruktiv hält, macht sie halt einen Verbesserungsvorschlag, besser benennt es so, weil es ja konstruktiver ist. Nun ist es mit Verbesserungsvorschlägen so eine Sache, es kommt darauf an, wie man sie vorbringt und nach dem Eindruck, den mir das Buch geliefert hat, kann ich mir vorstellen, wie das ablief.
Frau Kickl, mit hochrotem Kopf, erklärt ihrer Teamleiterin ganz konstruktiv wie Scheisse das ist, wenn die Klospülung nicht richtig funktioniert und darüber hinaus, kacken ein rudimentäres Menschenrecht ist, das Apple mit Füßen tritt. Ja, da wird jeder Teamleiter vor Begeisterung in die Hände klatschen, so ein wertvolles Mitglied in seinen Reihen zu wissen. Geht es nur um die Toilettenspülung, dann reicht eigentlich ein kurzer Hinweis an das Management und die geben es an Facility weiter. Vor allem glaubt die Autorin allen Ernstes nur sie habe das Problem und sei die Einzige, die sich meldet?

Überall Selbstmorde

Im Buch, sowie den Artikeln, wird gesagt, dass es bei Apple zu 3 Suiziden kam, die Autorin aber nicht sagen konnte, ob die Selbstmorde etwas mit der Arbeit zu tun haben, weil man ja eh manisch depressiv wird, oder nicht. Und sie konnte auch nicht sagen, ob diese Selbstmorde, bis auf einen, wirklich statt gefunden haben. In der ganzen Zeit, in der ich bei Apple tätig war, gab es einen Selbstmord. Der Advisor arbeitete von Daheim aus und es ist nicht sicher, ob sein Tod etwas mit der Arbeit zu tun hatte. Alles was ich so mitbekommen habe war, dass er schon eine Zeit an Depressionen litt. Die anderen beiden Abgänge, da wusste sie nichts drüber, aber weil Gerüchte entstanden sind ist es natürlich klar was los war, denn, so die Erklärung der Autorin, „Gerüchte haben ja einen wahren Kern. Wenn man mehrere solche Sachen hört und sich völlig entmenschlich fühlt, kann man das nachvollziehen. Dann glaubt man diese Gerüchte auch. Und aus meiner Lebenserfahrung kann ich sagen: Die meisten Gerüchte haben einen wahren Hintergrund.“
Das war ihre Antwort auf die Feststellung, dass sie allenfalls nur Gerüchte weitergeben würde. Es gibt viele Arten von Gerüchten und sie können auch einen wahren Kern enthalten, nur bleiben es Gerüchte so lange man nicht sicher ist, oder diese belegen kann. Jemand, der sich aufgemacht hat, ein Enthüllungsbuch zu schreiben, sollte eigentlich wissen, dass man Aussagen nicht ungeprüft übernehmen kann. Jeder Journalist weiss das und richtet sich danach. Gut, nicht alle, aber die meisten. Selbst seriöse Blogger sind in der Lage, ihre Aussagen durch Quellenangaben, oder weitergehende Informationen, zu belegen. Dies sollte man auch von jemanden erwarten können, der nicht Journalist ist und kein Blogger, sonst macht man sich mit seinen Vorwürfen wenig glaubwürdig.
Was man an Apple kritisieren kann, das ist die Informationspolitik, die schon Steve Wozniak zu der Kritik hinriss, „90% Geheimnis ist auch noch gut genug.“ Apple lässt sich nicht gern in die Karten schauen und ist auch in Personalangelegenheiten außerordentlich zugeknöpft. Selbst die Manager wussten teilweise nicht, warum jetzt der Advisor oder der Manager nicht mehr an seinem Platz ist. Ob das nun für einen Skandal taugt? Mit Sicherheit nicht.

Incidents

Frau Kickl beschreibt das System der Incidents, also Krankheit oder Fehlzeiten, und gibt das, nicht nur im Buch, sondern auch in den Interviews verkürzt und falsch wieder.
Zunächst bleibt festzuhalten, dass das übliche Praxis in Irland ist. Man kann das nun toll finden oder abartig es ändert nichts an der Tatsache, dass es hier praktiziert wird. Es ist auch falsch und kontraproduktiv zu behaupten, man wäre Gehaltseinbußen, oder Sanktionen unterlegen. Sanktioniert wird man, wenn man in einem gewissen Zeitraum eine Mindestanzahl an Incidents anhäuft. Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn man diese Incidents davon abhängig machen würde, was die Gründe für die Fehlzeiten sind. Jemand, der notorisch zu spät kommt, oder gerne unter der Woche feiern geht und am nächsten Tag nicht aus dem Bett, sollte anders behandelt werden als jemand, der öfters krank ist. Das ist aber etwas was Apple, bzw. der Gesetzgeber entscheiden muss. So lange das System so ist wie es ist, muss man damit leben. Natürlich gibt es auch Firmen, die sich nicht strikt daran halten, es gibt aber auch Firmen, die einen zum Vertrauensarzt schicken, um abzuklären, ob der Mitarbeiter wirklich krank ist oder nur simuliert.

Ich nehme an, sie meint die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und das ist etwas vollkommen anderes und auch vom Gesetzgeber geregelt. In einem Krankheitsfall bezahlt Apple einem ca. 60% vom Bruttogehalt. Die restlichen 40% erhält man von Social Welfare, das man dann beantragen muss. Nun ist es in Irland so, dass man mindestens 2 Jahre hier beschäftigt sein muss, um diese Zuzahlung beantragen zu können. Man kann das für einen Skandal halten, oder man beschäftigt sich mit dem Land, in dem man arbeiten will. In Deutschland, zum Beispiel, gibt es auch nach einer gewissen Zeit eine Lohnfortzahlung die von der Krankenkasse übernommen wird. Ich nehme an, der gleiche Fall gilt für Österreich und ich habe noch niemanden schreien hören, „das ist ja eine Riesensauerei!“

Frau Kickl konnte auch auf die Frage, ob sie, als sie krank war, kein Gehalt bekommen hat nicht sagen, ob sie bezahlt wurde oder nicht. Moment mal, Apple gibt jeden Monat ihren Mitarbeitern einen Gehaltszettel und da wird man ja wohl ersehen können ob man bezahlt wurde oder nicht und wenn es Unklarheiten gibt, dann kann man sich, wie in jeder Firma, an die Lohnbuchhaltung wenden. Das ist bei Apple nicht anders als in anderen Unternehmen.

Gehalt

Es steht in der Presse, dass Frau Kickl gerade einmal 1800€ Brutto monatlich bei Apple verdient hat und das ist glatt gelogen. Das Einstiegsgehalt betrug zum Zeitpunkt, als sie bei Apple anfing, 23000€ Brutto jährlich. Nun habe ich mich gefragt, ob die Journalisten, die sich wie ein Pawlow’scher Hund auf das Schnitzel, bereitwillig auf die Story gestürzt haben als sie den Namen Apple hörten, und was die Beweggründe gewesen sein mochten. Vielleicht hatten sie in Frau Kickl den lebenden Beweis, was für eine Schweinefirma Apple sein muss, wenn Tim Cook Europa 13 Mrd. $ an Steuern schuldet. Da flogen bei ihnen die Sicherungen raus und bereitwillig wurde alles gedruckt, was Frau Kickl so von sich gab, ohne den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Natürlich kann man sagen, Apple gab keine Stellungnahme ab, man hätte aber auch, wenn jemand so eine Story aus dem Hut zaubert, darauf bestehen können, dass der Betreffende Belege für seine Behauptungen bringt. Das ist nicht geschehen und wirft eher ein befremdliches Licht auf die Berichterstattung in den Zeitungen. Wobei es zur Zeit egal ist, ob nun Apple, Microsoft, oder Google da steht. Laut der SPD weiss man ja, dass die amerikanischen Firmen allesamt asozial sind.

Business needs und common sense

In ihrem Buch schreibt Frau Kickl alle Nase lang, wenn sie wieder etwas hat, was ihrer Meinung nach nicht in Ordnung ist, dass die Manager die Begriffe business needs und common sense verwenden würden, wenn sie etwas begründen. Nun kenne ich die Manager nicht, die sie hatte, aber ich weiss, das kein Manager diese Begriffe jemals verwendet hat. Wozu auch? Entspricht es dem logischen Verstand selber zu erkennen was geht und was nicht, und sollten sie diese Begriffe ihr gegenüber verwendet haben spricht es eher gegen sie und nicht gegen das Management, wenn man ihr erklären muss, dass man nun einmal keine Stunde auf der Toilette verbringen kann, oder alle 10 Minuten eine Raucherpause nehmen. Man sollte erwarten können, dass eine Frau, die angeblich soviel Berufserfahrung besitzt, selber weiss, was gesunder Menschenverstand ist.
Das sind so einige Punkte, die beim Lesen auffallen, aber es gibt noch mehr, so erklärt die Autorin am Anfang des Buches, dass alle Namen fiktiv sind, aber durch ihre Schilderung kann man, wenn man die Leute gut kennt, wissen, wer dort gemeint ist. Auch das die Area Managerin erst eine Spanierin und ein paar Seiten weiter eine Schwedin ist, wirft ein bezeichnendes Bild auf die Autorin. Ich kenne die Schwedin, die im Übrigen keine Fratze hat, und kann sagen, dass sie auf mich einen sehr netten Eindruck gemacht hat, aber da die Manager laut Buch alle inkompetent sind und man das Gefühl hat, man hätte es mit grenzdebilen Vollidioten zu tun, die nicht mal in der Lage sind, sich die Schuhe zu schnüren, muss natürlich, um die Illusion einer Hölle aufrecht zu erhalten, das Gesicht einer Managerin mit einer Fratze verglichen werden.
Auch das der Begriff Hollyhell sich weniger auf Apple, als vielmehr auf den Stadtteil Hollyhill bezieht, was soll’s.
Über die Benefits, die Apple bietet, verliert die Autorin auch kein Wort, wahrscheinlich hätte das auch nur das Gesamtkonzept gestört. Apple Mitarbeiter haben die Möglichkeit Apple Geräte für 27% Preisnachlass zu erhalten, sowie alle 3 Jahre einen Sonderbonus von 300€, so dass ein MacBook in den Bereich des finanzierbaren kommt, denn nicht jeder hat mal eben 1799€ für ein MacBook Pro der gehobenen Kategorie.
Apple bietet, als einer der wenigen Arbeitgeber, eine Renten- und Krankenversicherung. Man mag jetzt einwenden, das sei doch normal. Nein, in Irland nicht und es gibt viele Firmen, wo man sich selber versichern muss.

Man hat die Möglichkeit und kann Aktienanteile an der Firma erwerben, auch das ist etwas, was man nur bei Firmen wie Apple finden kann. Natürlich bieten auch andere amerikanische Firmen die Möglichkeit, aber auch das wäre etwas, was den negativen Aussagen des Buches zuwidergelaufen wäre.

Fazit: Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und ich hätte Apple nicht verlassen, wenn ich nicht, aus Gesundheitsgründen, in eine andere Abteilung gewechselt wäre. Das wäre eigentlich Grund zur Kritik, denn die Manager dort haben kritische Mitarbeiter, oder Mitarbeiter die sie nicht leiden konnten, mit fadenscheinigen Begründungen so lange abgemahnt, bis diese entnervt das Weite gesucht haben. Es ist nämlich, wie ich erwähnt habe, ein Riesenproblem wenn Firmen zu schnell wachsen und Manager kommen, die menschlich und fachlich völlig ungeeignet für die Position sind und eher bei einer Drückerkolonne oder einer Reinigungsfirma als Teamleiter besser aufgehoben sind, als bei Apple. Diese Manager sind praktisch eine Firma in der Firma, für die die Regeln nur solange gelten, solange sie diese zu ihren Gunsten auslegen können. Das ist ein ernsthaftes Problem, aber es wäre für mich kein Grund, darüber ein Buch zu schreiben. Ich hege auch keinen Groll gegen die Firma, sondern gegen diese Leute. iOS wurde mir nach 5 Jahren zu stressig auf Grund einer Herzerkrankung, die allerdings nichts mit der Arbeit zu tun hat, sondern genetisch bedingt ist. Meine letzte Managerin bei iOS habe ich heiß und innig geliebt. Ich kann dieses Buch nur denjenigen empfehlen, die selber bei Apple gearbeitet haben, vielleicht sogar in der gleichen Abteilung. Ansonsten ist dieses Buch für die üblichen Applehasser geeignet, die in Diskussionen und Foren Munition gegen Apple brauchen.
Hier der Link zur Leseprobe falls man das Buch nicht kaufen mag

Gabriel gegen Apple

„Es sei rational schwer zu erklären, wenn Irland die bei Apple angemahnte Rückzahlung von 13 Milliarden Euro ablehne und gleichzeitig Deutschland noch Forderungen und Bürgschaften gegenüber Irland habe, so Gabriel am Montag auf dem Wirtschaftsforum seiner Partei in Berlin.“

Der deutsche Dichter Emanuel Geibel schrieb in seinem Gedicht „Deutschlands Beruf“ 1861, „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“ und man hat so den Eindruck, dass Geibel weniger den Zustand Deutschlands im Jahre 1861 im Sinn hatte, als vielmehr die Generation heutiger deutscher Politiker, die offensichtlich Probleme mit der Realität haben. Herr Gabriel hat Recht, wenn er betont, „Eigentlich sei es ein Skandal, dass es in Europa noch immer nicht gelungen sei, zumindest gleiche Grundlagen der Besteuerung zu schaffen,“ aber der Rest ist völliger Nonsens.

Als Irland in die Krise gerutscht war, da kam es in den Genuss unter den EU-Rettungsschirm zu kommen und erhielt von der EU Finanzhilfen in Höhe von ursprünglich 85 Mrd. €. Daran beteiligte sich die irische Regierung mit insgesamt 17,5 Mrd, den Rest, 67,5 Mrd. €, bekam Irland über Finanzhilfen des IWF, EFSM und ESFS, die erhaltene Summe betrug somit 62,5 Mrd. € und der Rest wurde von Großbritannien, Schweden und Dänemark beigesteuert. Deutschland hat sich zwar mit 6,1 Mrd. € an Bürgschaften beteiligt, Irland hat aber kein Geld von Deutschland erhalten. Gabriel lügt schlicht und ergreifend, wenn er behauptet, dass Irland Deutschland Geld schulden würde und denkt offensichtlich, wenn Irland seine Forderungen gegenüber Apple geltend macht, das dann Deutschland mal eben 6.1 Mrd. Plus Zinsen bekommt.

Er hat anscheinend auch den Umstand vergessen, dass, „bei den Verhandlungen sich die irische Regierung in einem Punkt durchsetzen konnte: Die in Irland bei vergleichsweise niedrigen 12,5 % liegende Körperschaftssteuer wird nicht erhöht.“ 

Es bedeutet im Prinzip nichts anderes als das, was die EU glaubt anklagen zu müssen und den Bürgern als Steuerdeal verkauft, wohl wissend, dass es auch in anderen Ländern der Fall ist, nämlich dass Unternehmen Steuervergünstigungen erhalten, beziehungsweise niedrigere Steuersätze bekommen. Das ist im übrigen auch in Deutschland der Fall, ohne dass Gabriel sich hierüber irgendwelche Gedanken macht. 

Die Führung der SPD hat auch keine Probleme damit, dass deutsche Firmen gute Geschäfte im Iran machen. Kritik daran fand ich zumindest keine, aber vielleicht kann mich einer meiner Leser aufklären und in der Kommentarspalte einen Link setzen, wo Herr Gabriel sich dazu geäußert hat.
Der französische Ökonom Thomas Piketty antwortete in einem Interview mit der Zeit auf die Frage, ob die Griechen die Schulden zurückzahlen sollten, folgendes:

„Mein Buch erzählt von der Geschichte der Einkommen und Vermögen, inklusive der öffentlichen. Was mir beim Schreiben auffiel: Deutschland ist wirklich das Vorzeigebeispiel für ein Land, das in der Geschichte nie seine öffentlichen Schulden zurückgezahlt hat. Weder nach dem Ersten noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Dafür ließ es andere zahlen, etwa nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870, als es eine hohe Zahlung von Frankreich forderte und sie auch bekam. Dafür litt der französische Staat anschließend jahrzehntelang unter den Schulden. Tatsächlich ist die Geschichte der öffentlichen Verschuldung voller Ironie. Sie folgt selten unseren Vorstellungen von Ordnung und Gerechtigkeit,“

und weiter,

„Wenn ich die Deutschen heute sagen höre, dass sie einen sehr moralischen Umgang mit Schulden pflegen und fest daran glauben, dass Schulden zurückgezahlt werden müssen, dann denke ich: Das ist doch ein großer Witz! Deutschland ist das Land, das nie seine Schulden bezahlt hat. Es kann darin anderen Ländern keine Lektionen erteilen.“

Ich frage mich also, was Herr Gabriel und andere in der SPD dazu bewegt, den Iren Vorschriften erteilen zu wollen, bzw. ein Unternehmen wie Apple dazu bringen möchten, mehr Steuern zu bezahlen. 2014 bezeichnete Gabriel Unternehmen wie Apple, Amazon und Google als asozial: „Wir müssen den Silicon-Valley-Kapitalismus zähmen“, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Samstag beim Parteikonvent in Berlin. Mir Blick auf die Steuervermeidungsstrategien von Konzernen wie Apple, Amazon und Google in Europa sagte er: „Das ist asozial. Darüberhinaus „sieht eine der zentralen Aufgabe für seine Partei in der Bändigung globaler Datenkonzerne.“

Und seine Generalsekretärin legte im Steuerstreit nach: „Wir dürfen es Großkonzernen wie Apple nicht durchgehen lassen, sich asozial zu verhalten“

Keine Ahnung was die Parteispitze der SPD so umtreibt, vielleicht sind sie sauer darüber, dass sie keine iPhones, Macs oder iPads geschenkt bekommen und diese kaufen müssen – wahrscheinlich mit Rabatt. Vielleicht wurde Gabriel bei einem Kurztrip in unsere Hauptstadt an der Bushaltestelle stehen gelassen, oder er hat sich darüber geärgert, dass kein Bus Newgrange anfährt. Man weiß es nicht. Vielleicht sind so Leute wie er auch einfach nur größenwahnsinnig und fernab jeglicher Realität, wenn man sich so anschaut, wie die SPD von einer Volkspartei zu einem Mehrheitsbeschaffer verkommen ist. Mit der Hartzgesetzgebung, die auf dem Mist der damals regierenden SPD gewachsen ist, haben sie der Unterschicht mit Anlauf in den Hintern getreten und waren sich auch nicht zu blöd, diese Gesetze nicht zu ändern, dass den Leuten, die auf ALG II angewiesen sind, mehr zum Leben bleibt. Im Gegenteil, mit diesem Gesetz haben sie der Willkür in Deutschland Tür und Tor geöffnet, und es einigen Unternehmen ermöglicht, dass sie sich Arbeitsplätze vom Staat subventionieren lassen. Und da kommt dieser aufgeblasene Suppenkasper daher und glaubt allen Ernstes, er müsse sich bei uns einmischen. 

Er sollte erst einmal vor der eigenen Haustür kehren und er sollte mal lernen, wie die ganzen Prozesse in der modernen Welt miteinander verknüpft sind und eventuell auch in der deutschen Geschichte nachschauen. Als Anfang der Sechziger Jahre die Gastarbeiter nach Deutschland kamen, da waren sie nicht nur eine Bereicherung für die deutsche Wirtschaft, denn sie zahlten Steuern oder machten sich selbstständig als Restaurantbetreiber, Händler usw., nein, sie sorgten auch für die Wirtschaft in ihren Heimatländern, indem sie Geld an ihre Angehörigen überwiesen, oder, wenn sie im Urlaub heimfuhren, die deutsche Mark dort der Wirtschaft zur Verfügung stellten.
Genau das passiert heute wieder, denn viele Deutsche arbeiten im Ausland, sei es in Griechenland, in Portugal, den Niederlanden, oder hier in Irland. Und nicht nur viele Deutsche arbeiten hier, auch viele Menschen aus anderen Ländern finden in Irland ihr Einkommen. Insgesamt 500.000 Ausländer leben und arbeiten in Irland (die Gesamtbevölkerung beträgt 4,5 Mio.) und tragen einen Teil zur hiesigen Wirtschaft bei. Man hat so den Eindruck als würde die SPD mit aller Kraft versuchen, die Wirtschaft dieses Landes kaputt zu machen, dabei wäre es ein Leichtes gewesen, Einfluss auf die Steuergesetze in Europa zu nehmen. Zuletzt hatte die SPD diese Möglichkeit, als sich Irland mit der EU darauf geeinigt hat, an seiner niedrigen Steuer festzuhalten, passiert ist aber nichts.
Jetzt den wilden Mann zu markieren zeugt nicht nur von einer grenzenlosen Dummheit, es zeigt in Teilen auch, das es Gabriel und die anderen nicht begriffen haben, dass besonders amerikanische IT Unternehmen innovativ und führend in der heutigen Zeit sind. Es gibt nur wenige deutsche IT Unternehmen, die auf anderen Märkten erfolgreich sind, SAP ist ein Beispiel davon. Auch im Bereich der Elektromobilität hat ein Land wie China Deutschland um Längen überholt. Es ist ja schon ein Witz, dass eine Stadt wie Cork mehr öffentliche Stromtankstellen anbietet als Berlin. Wir haben 115.000 Einwohner und wären in Berlin höchstens ein Stadtteil. Man kann Gabriel in seinem Verhalten nicht nur eine xenophobe sondern in Teilen auch eine antiamerikanische Haltung vorwerfen, und wenn ihm die Gesetze in Europa, sowie die amerikanischen Unternehmen ein Dorn im Auge sind, dann sollte er doch sein Gewicht, was er im wahrsten Sinne des Wortes hat, als Bundesminister für Wirtschaft und Energie dafür einsetzen, dass Unternehmen in Deutschland stärker gefördert werden und nicht amerikanische Unternehmen als asozial zu bezeichnen, sowie Irland indirekt vorzuwerfen, wir würden uns davor drücken, Deutschland etwas zu bezahlen, wozu wir, laut Vertrag, auch gar nicht verpflichtet sind.