Maus gegen Mensch

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Ich hatte ja schon darüber geschrieben dass der irische Hausbau, salopp ausgedrückt, sehr kreativ ist und man sich, wenn man sich einige Häuser anschaut, nur verwundert die Augen reiben kann. Wenn man also nach Irland kommt, beziehungsweise hier arbeiten möchte, so muß man doch einige Abstriche machen, was die Standards betrifft. Entweder man hat nach kurzer Zeit Schimmel an den Wänden, da eine Isolierung so gut wie faktisch nicht vorhanden ist und Nässe -Regen ist hier ein Dauerthema– einen prima Nährboden findet und sich so manches Haus zur Zucht einer Pilzkultur eignet. Oder die Wasserhähne sind, wie in England auch, strikt nach Kalt- und Warmwasser getrennt. Steht in der Anzeige Europäischer Standard, dann kann man sicher sein, dass es Mischbatterien gibt. Falls Sie sich also überlegen in Irland zu arbeiten, dann sollten Sie folgende Dinge beachten. Die Mieten sind, für den europäischen Durchschnitt, thumb_IMG_0001_1024exorbitant und man sollte nicht erwarten, wenn man 1000€ für ein Einzimmer Apartment bezahlt, dass dieses auch einen Luxus wie in Deutschland besitzt. Die Krise in Irland ließ die Haus- und Wohnungspreise in den Keller stürzen und viele Familien sitzen auf hohen Krediten, oder wurden, wenn sie diese nicht bedienen konnten, von den Banken auf die Straße gesetzt. Ganze Estates, die im Zuge des Baubooms an Plätzen aus den Boden gestampft wurden, an dem sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, standen plötzlich leer und man konnte, besonders in Städten wie Dublin oder Cork, günstig Wohnraum mieten. Seit ein paar Jahren steigen die Mieten wieder steil nach Oben, dafür wurde aber nichts, seitens der Landlords, investiert. Ein Pubbesitzer, den ich vor Jahren mal kennengelernt habe, erzählte mir im Gespräch, dass die Iren, statt in Aktien, oder andere Geldanlagen, ihre Ersparnisse gerne in Ländereien und Häuser stecken, allerdings würden sie dafür nichts in die Immobilien investieren. So kommt es, da man bei uns möbliert mietet, das man Inventar findet dass durchaus noch aus den Zeiten des Unabhängigkeitskrieg stammen kann, weil der Landlord das günstig erworben und für gut befunden hat. Um der Steuer zu entgehen verlangen viele die Miete auch in Bar, entweder machen sie sich die Mühe und fahren die Objekte ab, oder man pilgert im Wochen- oder Monatsrythmus zu ihnen hin. Es soll auch Leute geben, die treffen sich an einer verschwiegenen Stelle im Park, Kennzeichen offene Hose und Goldkettchen am Arm, und stecken ihrem Landlord einen Umschlag zu, bevor jeder eigene Wege geht.

Unser Landlord ließ sich am Anfang auch Bar bezahlen. Ich wohnte, als ich rüberkam, alleine in einem ehemaligen B&B bei ihm. Das Zimmer war sehr klein, völlig verschimmelt, „ach was, Schimmel, mit ein bißchen Farbe ist das schnell behoben,“ und kostete 400€ im Monat, was für irische Verhältnisse billig ist. Als meine Frau nach Irland kam, da bot er uns eines seiner Häuser an. Der Haken war, daß wir uns am Anfang das Haus mit 4 Anderen teilen mussten. „Vier? Das geht doch noch, in Spitzenzeiten wohnten hier 8-12 Personen (das Haus hat 3 Schlafzimmer, davon nutzen wir eines als Büro da es wirklich sehr winzig ist). Mann, das waren noch Zeiten!“ Klagen kamen von ihm auf Grund der hohen Gaskosten, „habe nie verstanden warum die monatlich über 2000€ lagen,“ da die Mieter natürlich 24 Stunden lang die Heizung laufen ließen und das 365 Tage im Jahr und, weil es so toll ist, den Stromverbrauch einer mittleren Kleinstadt hatten. Auf jeden Fall pilgerte ich alle zwei Wochen nach der Arbeit zu ihm und zahlte die Miete. Dann, keine Ahnung warum, wollte er das Geld monatlich haben. Wir wohnten zu dem Zeitpunkt alleine im Haus, da auch der letzte Mitbewohner ausgezogen war, was unseren Landlord fast die Tränen in die Augen trieb. „Verstehe ich nicht, das war doch so ein lieber Kerl….gut, er hat manchmal wochenlang die Miete nicht bezahlt und ich habe dann Geld bar einbezahlt, damit meine Frau das nicht merkt.“ Dann sagte er, „ich bin froh dass der weg ist, stellt Euch vor, der hat doch zwei Monate lang keine Miete bezahlt und ich mußte ihn sogar auf der Arbeit aufsuchen.“ Irgendwann ging die Waschmaschine den Weg alles irdischen und stellte die Arbeit ein, „wie kaputt, die ist doch fast neu? Wie kann denn die kaputt gehen?“ Und er brachte uns eine „neue“ gebrauchte Waschmaschine, „nie benutzt, habe ich ich bei einer Entrümpelung bekommen.“ Meine Frau ließ die Maschine zwei Wochen trocken laufen, damit wir den Gestank aus der Trommel bekamen. Der Herd, den er uns am Anfang gab, da der Gasherd nach 100 Jahren Dienstzeit nicht mehr so taufrisch war, hatte seine besten Zeiten in den Siebzigern erlebt, als Elektroherde Einzug in irische Küchen hielten. Irgendwann entwickelte der Herd ein Eigenleben und schaltete sich ohne Zutun einfach von selbst ein. „Könnt Ihr denn nicht einfach die Sicherung rausdrehen, wenn Ihr nicht da seid? So Urlaub oder So? Dann brauche ich den auch nicht zu ersetzen (fummelt an den Knöpfen), der geht doch noch!“ Irgendwann, keine Ahnung warum, gab er mir die Bankverbindung und ich konnte die Miete überweisen, lag es an meiner Klage, schließlich musste ich durch die ganze Stadt laufen um die Miete zu bringen, oder lag es am Taxoffice, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall beklagte er sich dass wir immer die Miete am Monatsende zahlen und nie am Monatsanfang, was eigentlich an ihm lag, da das Chaos irgendwann perfekt war und ich keine Ahnung mehr hatte wann ich die Miete überweise. „Bar…nein alle zwei Wochen…nein Bar, monatlich, nein überweisen…. nein, nein nicht monatlich, alle zwei Wochen…nein doch monatlich…nein, nicht 800…850,…ja habe ich doch gesagt…sag mal kann das sein, dass Du mir eine Monatsmiete schuldest…was Ende des Monats, glaubst ich bin blöd? kein Landlord bekommt die Miete Ende des Monats.“ Überflüssig zu erwähnen, dass die Einrichtung nicht gerade State of the Art ist. Die Einbauschränke hatten ihren Höhepunkt in den Dreißiger Jahren, oder mehr so Bauhaus Stil.

Denken Sie also daran und wenn sie auf Daft nach Wohnungen suchen, dann sollten Sie sich auf viele Besichtigungstermine einrichten und am Anfang, wie wohl 95% der Neuankömmlinge, in einem B&B oder einem Hostel einrichten.

Die Sache mit der Maus

Mäuse sind in Irland nichts ungewöhnliches, besonders nicht als Mitbewohner. Viele mit denen ich gesprochen habe, berichteten mir davon, wie die Mäuse sich als wahre Innenarchitekten entpuppen würden, sollten sie erst mal im Haus, oder Apartment, heimisch geworden sein. Unser Nachbar behauptete, da unser Garten sehr wild aussieht, dass damit den Ratten Tür und Tor geöffnet sei und entweder er, oder sonst jemand aus der Siedlung stellte uns eine Gummiratte vor die Tür. Ich nannte ihn einen grenzdebilen Vollidioten und sagte dass allein seinetwegen keine Ratte jemals den Patrick’s Hill hochkommen würde. Und hatte vier Tage lang keinen Kontakt zu ihm.

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Masha and the Bear

Eines schönen Samstags saß ich am Küchentisch und las Online Zeitungen als ich plötzlich eine Bewegung aus den Augenwinkeln wahrnahm. Ich schaute auf und blickte in das verdutzte Gesicht einer ordinären Wiesenmaus. Sie erschrak und beide fingen wir Gleichzeitig an zu Schreien. Der Stuhl fiel fast um und ich, als auch die Maus, wichen zurück. Die Maus verschwand und mit blassem Gesicht, Schweiß auf der Stirn und bebender Stimme berichtete ich meiner Frau von diesem, bin jetzt noch ganz nass, furchtbaren Erlebnis. „Eine Maus?“ Fragte sie verwundert, „wo soll denn eine Maus herkommen? Was weiß denn ich,“ sagte ich und schilderte noch einmal minutiös den Ablauf, wobei die Maus mit jedem Buchstaben beträchtlich an Größe gewann. Am Ende war die Maus zwei Meter groß und wog mindestens 500 Kg. Meine Frau schüttelte nur mitleidig den Kopf und meinte ich hätte mich wohl vertan.

Ein paar Tage später war sie es, die hysterisch schrie und mit einem Satz auf die Anrichte in der Küche sprang. „DIE MAUS!!!!!!! Habe ich Dir doch gesagt, Du hast mir ja nicht geglaubt.“ Für uns stand fest, einer muß gehen und das sind mit Sicherheit nicht wir. Also haben wir das Haus gecheckt und ein Loch in der Hauswand gefunden wo die Maus prima Zugang zum Haus hat, soweit ich mich entsinnen kann, lag vor dem Loch eine kleine Fussmatte und man konnte mit der Lupe lesen, „Céad mile fáilte.“ Das brachte uns endgültig aus der Fassung.  Online besorgten wir uns Informationen zu Mäusen und Mausefallen, allerdings, da wir Tieren nicht zu Leide tun können, suchten wir nach einer Mausefalle, die uns die Möglichkeit gab, die Maus wieder in der Natur aussetzen zu können, also machten wir uns auf in einen DIY, denn die sollten ja Mausefallen haben.

Im DIY angekommen machten wir uns auf die Suche nach den Mausefallen, Da wir beide Novizen auf dem Gebiet der Jagd auf Wildtiere waren, schnappten wir uns einen Verkäufer der sich in der Nähe des Regals aufhielt. Mickey, so konnten wir auf einem Namensschild lesen, war ein kleiner dicklicher Mann jüngeren Alters, mit traurigen Augen und einer schlaffen Körperhaltung. „Wir haben eine Maus im Haus und wollen die loswerden,“ sagte meine Frau mit entschlossener und fester Stimme. Mickey, gerade noch die Lethargie in Person, blühte auf und wuchs förmlich vor dem Regal in die Höhe. „Hehe, wer hat das nicht,“ lächelte er und fragte uns unvermittelt, „ist die Maus suizidal? Woher sollen wir das wissen,“ antwortete ich an Stelle meiner Frau, „wir haben keine lange Konversation mit der Maus führen können um das zu beurteilen. Schade,“ meinte er und holte eine Mausefalle aus dem Regal auf der praktisch ein Diorama angeordnet war. Man sah eine kleine Couch, daneben einen Beistelltisch, an der Wand ein kleines Gemälde und in einem Sessel saß eine Maus im Anzug mit Block in der Hand. ‚Das ist unsere Siegmund Freud Ausgabe. Beachten Sie bitte die kleine Flasche auf dem Tisch mit der Spritze daneben.“ Jetzt wo er es sagte fiel es uns auch auf. Man musste schon sehr genau hinsehen und konnte einen kleinen Totenkopf in Form einer Maus erkennen. „Was ist das?“ Fragte meine Frau. „Das, gute Frau, ist der neuste Schrei aus den USA. Ein kleines Behandlungszimmer und entweder Sie, oder Ihr Mann –damit zeigte er auf mich- haben die Möglichkeit die kleine Spritze zu füllen. Natürlich kann das auch die Maus selbst machen, schauen Sie hier. Vom Band läuft dann Smetana. Tierforscher haben festgestellt, dass Mäuse besonders auf Smetanas Moldau reagieren. Da werden sie ganz ruhig. Die Maus kann sich also auf das Sofa legen, die Spritze füllen und schläft sanft zu den Klängen der Moldau ein.“

„Wenn die Maus Selbstmord begehen will, dann soll sie das gefälligst draußen machen,“ sagte meine Frau bestimmt. „Schade,“ meinte Mickey. „Was haben Sie denn sonst noch fragte ich.“ Mickey kramte im Regal….„mal sehen, nein, die ist für Ratten,“ murmelte er. „Hier,“ sagte er und kicherte dabei so unnatürlich dass mir die Gänsehaut über den Rücken rann. „Das Modell Heinrich der VIII, Ausgabe Anne Boleyn,“ man sah einen kleinen Hackklotz und daneben stand eine kleine Miezekatze mit Henkerbeil und einer Kapuze, „gibt’s auch als Französische Inquisition Ludwig XVI,“ gluckste er. Neben einem kleinen Fallbeil standen zwei Miezekatzen, eine davon hatte ein Seil in der Pfote. Interessiert fragte ich, „wie funktionieren die?“ Er strahlte und das war mir ein bisschen unheimlich, „oh, das ist ganz einfach, schauen Sie. Bei Heinrich VIII legt die Maus hier ihren Kopf drauf,“ er zeigte auf den Klotz, „und ZACK, schlägt die Katze der Maus den Kopf ab….wunderbar, völlig human.“ Meine Frau und ich gingen auf Distanz. Er stand da drückte auf den Klotz und die Katze ließ das Beil auf den Klotz knallen. „Bei der Ludwig XVI ist es noch besser. Die Maus legt ihren Kopf hier drauf -er zeigte auf die Vorrichtung mit der die Delinquenten fixiert wurden- und die kleine Miezekatze hier löst den Mechanismus aus,“ damit sauste das kleine Fallbeil runter. „Völlig schmerzfrei. Wir beide wollen die Maus aber lebend fangen und sie wieder im Garten aussetzen,“ sagten wir und es dauerte bis Mickey uns hörte. Liebevoll strich er über die Kleine Falle, dann entspannte sich sein Gesicht, schaute uns an und „nein, damit kann ich nicht dienen. Ich habe noch die San Quentin, schauen Sie, eine kleine Gaskammer, spielt auch Johnny Cash…..wo gehen Sie denn hin? Warten Sie!“ Wir flohen und ließen Mickey inmitten seiner Nagetierfallen zurück.

Daheim angekommen sahen wir, dass die Maus sich mittlerweile häuslich eingerichtet hatte, „Sabine!“ Riefen wir Beide im Chor. Sabine muss man wissen, hat eine Katze und da die streunenden Katzen sich auch für eine Schale Sheba nicht locken ließen, riefen wir sie an und schilderten unser Anliegen. „Es soll der Schaden der Katze nicht sein,“ sagte ich, „wir zahlen auch,“ meine Frau aus dem Hintergrund. „Ich setze auch einen Vertrag auf,“ beendete ich den Satz. Sabine meinte nur, „warum glaubt Ihr habe ich mir selber eine Falle kaufen müssen? Er und die Maus waren die dicksten Kumpels!“ Sie gab uns noch einen Tip, wünschte uns viel Glück und legte auf. Wieder schauten wir im KippfalleInternet nach und wurden bei einem Onlineversand aus Dublin fündig. Neben dem neusten Schrei aus UK, „die Engländer sind total verrückt auf diese Fallen,“ fanden wir was wir suchten. „Großwildkäfige, jetzt en miniature,“ stand da zu lesen und ein paar Tage später waren die Fallen da. Eine Bekannte gab uns den Tip Nutella zu nehmen, „da stehen die Viecher unheimlich drauf, Senan und ich fangen die damit regelmäßig.“ Nun wollten wir die Maus ja lebend fangen und hatten nicht vor, dass sie an einem Zuckerschock stirbt, oder Diabetes bekommt. „Guinness!“ Sagte ich. „Bist Du verrückt? Weißt Du eigentlich was die Dose kostet? Sagte meine Frau. Am Ende einigten wir uns auf Nutella und zur Vorsicht, beherzigten wir noch den zweiten Tip den uns unsere Bekannten gaben und verwendeten Erdnussbutter, natürlich Ökologisch.

Ein paar Tage später, ich saß gerade auf der Arbeit, da klingelte mein Telefon. „JAAAA!!!“ Rief meine Frau, „die Maus ist weg!!! Als ich in der Pause nach unten kam, da raschelte es in der Falle und ich also mit der Falle in den Garten…aufgemacht….und ZACK! weg war sie. Ich hätte beinahe einen Herzinfarkt erlitten…rechnet man ja nicht mit.“ Wir freuten uns beide sehr, reinigten die Fallen und stellten sie in den Schrank. Meine Frau stopfte das Loch mit Alufolie denn, so hatte sie gelesen, soll Alufolie verhindern, dass die Mäuse in’s Haus kommen. Nun können die Mäuse anscheinend nicht lesen, oder sind Opfer der Evolution, auf jeden Fall trug die zweite Maus, oder war es die Gleiche, einen Aluhelm als sie an uns vorbeirannte. Wieder die Fallen bestückt, die Maus raus und Ruhe. Irgendwann, meine Frau war schon im Bett, hörte ich im Wohnzimmer ein kratzendes Geräusch aus dem oberen Stockwerk. Mein Frau kam runter und sagte, sie könne nicht schlafen, die Maus sei so laut. Wahrscheinlich war es die Maus, die kurz vorher in’s Wohnzimmer reinlugte und „Hallo“ sagte, bevor sie wieder verschwand. Wir also nach oben und fanden auf dem Teppich vor dem Einbauschrank Spuren von Bautätigkeiten, eine kleine Schaufel, ein kleiner Eimer, einen Betonmischer, Holzbretter und Schrauben, sowie eine Absperrung. Dahinter dann ein Eingang der hell Erleuchtet war und aus den Resten der Alufolie hatte sie ein Schild, sowie eine Discokugel gebaut und aus klitzekleinen Boxen lief Gloria Gaynor. „Ok,“ sagten wir, „das war’s.“ Ich holte Hammer, Nägel und ein Brett und nagelte den Eingang zu. Meine Frau stopfte mit Alufolie einen Spalt aus und stellte dann die Fallen auf.

Wir fingen die Maus noch insgesamt vier oder fünf mal. Kurz flammte sowas wie Protest in der Mäusecommunity auf und ein Mob aus ein paar Mäusen, bewaffnet mit Baseballschlägern, Protestplakaten und Puppen von uns, die sie unter Johlen und Pfeifen, vermischt aus ein paar Rufen, in unserem Garten in Brand steckten, bedrohten uns kurzzeitig. Allerdings riefen wir nicht die Garda, wäre denen auch ein bißchen seltsam vorgekommen. Der Nachbar wiederum stand in Jogginghose mit Telefon bewaffnet in seinem Garten und rief, „das habe ich doch gesagt, dass diese linksgrünversifften Alternativen uns die Ratten in die Siedlung holen.“ Der gezielte Wurf eines klitzekleinen Molotov Cocktails aus der Pfote einer der Mäuse setzte ihn außer Gefecht.

Seitdem ist es ruhig. Ich nehme aber an, dass die Mäuse wieder einen Plan aushecken wie sie in unser Haus kommen. Es gab Warnzeichen, so zum Beispiel wurde ein Löwenzahn, der sich einer der Nähe eines Loches befindet, mutwillig nach unten gezogen und dann losgelassen, so dass er wie ein Katapult nach oben schnellte…….Mal schauen ob Mickey noch bei dem DIY arbeitet.