Black Lives Matter

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Nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd in Minneapolis, und den Protesten in den USA,  schwappten die Proteste gegen Rassismus auch nach Europa über. Hier gab es Proteste in Dublin und in Cork und unter dem Motto #BlackLivesMatter, kamen viele Hundert Demonstranten zusammen. An sich wäre, gäbe es den Lockdown, bedingt durch Corona, nicht, an diesen Protesten nichts auszusetzen. Allerdings sorgte die Äußerung unseres Taoiseach Leo Varadkar für Gesprächsstoff im Land, schließlich leben in Irland rund 64.639 (Census von 2016) Schwarze.

Und mit Rotimi Adebari wurde 2007 ein in Nigeria geborener, und seit 2000 in Irland lebender Schwarzer, der erste schwarze Bürgermeister von Portlaoise, bzw. Der erste Schwarze überhaupt. Nach neuerlichen Diskussionen, bereits vor ein paar Jahren war Rassismus und Xenophobie Thema, wurde das Thema in den Medien, gerade nach den Demonstrationen in Cork und Dublin, wieder aufgenommen. RTÉ brachte einen Beitrag über drei Irinnen, im Land geboren, deren Eltern aus Afrika, sowie Jamaika in‘s Land kamen. Die drei Frauen berichteten über ihre täglichen Erlebnisse, dass man sie beschimpft, oder auffordert wieder dahin zu gehen, wo sie hergekommen sind.

Auch in den Zeitungen wird das thematisiert. Nun ist das erschreckende nicht das die Vorfälle zugenommen haben, sondern das viele Iren das negieren, bzw. Kleinreden.  Dieses All Lives Matter ist nicht nur in den USA, nein, auch in Europa der Versuch, Rassismus und Xenophobie zu verharmlosen in dem man sagt, „ja der Rassismus ist schlimm, aber andere Menschen haben auch zu leiden.“ Es sind nicht nur die rechten Gruppen, oder Rechtspopulisten, die mit diffusen Ängsten spielen. Hier gibt es mittlerweile eine Gruppierung, die nennt sich „Irish Patriots.“ Ihre Welt besteht aus Iren und Nichtiren, wobei zugestanden wird, dass man Menschen aus Europa hier integrieren kann -sind zwar immer noch keine Iren, aber immerhin Christlich- und Muslime das Land verlassen müssen, weil der Islam -es leben 63.443, überwiegend aus Bangladesch und Pakistan, im Land-, das christliche Abendland bedroht.

Dieses, „ja ja, die Rechten,“ wird immer dann verwendet, wenn man davon ablenken will, dass das Mittlerweile Teil einer Gesellschaft geworden ist und es kann einen recht schnell selber treffen. Ich habe mal geschrieben, dass ich gerne mit schwarzen Taxifahrern fahre, sie sind netter als viele irische Taxifahrer, obwohl eigentlich habe ich selten negative Erfahrungen gemacht. Allerdings höre ich die Geschichten und sehe, wie Leute an den Taxen vorbeilaufen in der Hoffnung einen weißen Taxifahrer zu bekommen. Sollten sie einen Osteuropäischen Fahrer finden, dann kontrollieren sie wahrscheinlich ihre Habseligkeiten nach dem Aussteigen. Da, auf Grund der starken polnischen Präsenz, für viele die Osteuropäer eh alles Polen sind, wird auch die Xenophobie gepflegt.

Für uns, die wir weltoffen sind, ist das natürlich ein Problem, denn wir sind ein kleines Land, mit gerade mal 5Mio. Einwohnern. Patience Jumbo-Gula und Rhasidat Adeleke sind ein Beispiel dafür, wie die Schwarzen Iren Einfluss auf unseren Sport haben. Und mit Darren Randolph haben wir einen farbigen Fußballnationalspieler. Das gleiche gilt für alle anderen europäischen Länder. Menschen begreifen nicht dass es egal ist welche Hautfarbe jemand hat. Dieses „Wir-Gefühl“ wird meist nur dann zelebriert, wenn „die Nation“ ein Erfolgserlebnis hat. Dann werden „Sie“ gefeiert und sollten sie verlieren, dann ist der Schuldige schnell ausgemacht

Diese „Wir“ sollte aber im Denken verankert sein. Gerade in Europa. Jahrhundertelang sind Europäer in alle Welt ausgewandert, es gab Binnenwanderung in nicht geringem Ausmaß, und die Argumentation, diese Leute seien ja christlich gewesen zählt nicht, wenn man sieht, das beispielsweise die Schwarzen hier in Irland überwiegend Christen sind und keine Voodoo Puppen im Hinterzimmer zerstechen, oder Hühneropfer bringen.

Als Kind wurde ich im Sommer sehr schnell braun, fast schwarz, sehr oft sagten die Leute ich solle doch dahin gehen, wo meine Familie hergekommen ist, man will keine Türken, oder Nordafrikaner. Ehrlich gesagt habe ich das nicht verstanden, ich war doch in Deutschland geboren, wurde aber nicht akzeptiert. Mit einem italienischen Nachnamen (ich verwende hier auf dem Blog den Mädchennamen meiner Großmutter), passierte es uns öfters, dass wir gefragt wurden, ob wir denn Deutsch verstehen könnten, oder ob man eventuell lauter sprechen sollte. Groteske Situationen wie, „DU SPRECHEN DEUTSCH? DU KÖNNEN MICH VERSTEHEN“? Passierte öfters und wir haben das eher mit Humor betrachtet. Gut, damals waren die Zeiten anders.

Trotz Gastarbeiter, wie man sie nannte, war die Zahl sehr überschaubar und die Zahl derer, die jetzt in Deutschland leben, ist immer noch überschaubar.  Viele von ihnen sind in der Gesellschaft angekommen und werden wahrgenommen, leider nicht immer positiv, besonders wenn es zu Vorfällen kommt, dann werden sie pauschal verdächtigt und beleidigt. Sie haben immer noch Probleme, obwohl im Land geboren wird ihnen mit Vorbehalten, oder Ablehnung begegnet, was besonders bei Berufswahl, oder Wohnung eine Rolle spielt. Während Erwin Kostedde und Jimmy Hartwig noch Exoten im Sport waren, hat der europäische Fußball Spieler aus allen Nationen, denen allerdings in den meisten Fällen die Akzeptanz, außerhalb des Sports verweigert wird.

Man kann Rassismus und Xenophobie nicht besiegen, es wird nicht gelingen Menschen, die Vorurteile als Gewissheit sehen, erreichen zu können. Man kann aber bei denen anfangen, die sich nichts dabei denken und sie zum Nachdenken anregen, warum Rassismus und Xenophobie eine völlige Idiotie ist. Uns mögen Hautfarben und Religionen, oder die Kultur unterscheiden, am Ende steht aber immer ein Mensch, und darin sind wir alle gleich. Wir müssen, essen, Trinken, schlafen, unsere Notdurft verrichten, haben den gleichen Körper und den gleichen Lebenssaft. Wir hören die gleiche Musik, lachen über den gleichen Humor, lesen die gleichen Bücher. Das sollte sich jeder vor Augen halten. Es gibt nicht „die überlegene Rasse“ wer das allen Ernstes glaubt ist ein kompletter Idiot und hat komplett die Kontrolle über seine Unterhose verloren.

PEGIDA

Alltagsrassismus

Bisher war ich eigentlich immer froh, dass es hier in Irland kaum extrem rechte Ansichten gibt bzw. Populisten, wie Pegida oder AFD, auf Kontinentaleuropa beschränkt sind. Rassismus? Ja! Wie überall, aber doch schon so versteckt, dass man manchmal genau hinsehen muß um ihn zu entdecken.

Aufgewachsen bin ich, wie man heute so sagt, in einem “Multikulti” Umfeld. Rassismus war für mich nie ein Thema und wenn ich Streit hatte, dann mit der Person, nicht mit der Nationalität. Ich bekenne mich dazu dass auch ich von Zeit zu Zeit Klischees über Nationalitäten teile obwohl ich weiß, dass die Klischees nicht auf alle Angehörigen einer Nationalität zutreffen. Aber ich denke das liegt in der Natur des Menschen kleine Eigenheiten als symptomatisch für eine Gruppe anzunehmen.

Rassismus hier in Irland habe ich erfahren, als ich einmal auf ein Taxi warten mußte und eine Frau, die sich vorgedrängelt hatte in das Taxi stieg und es sofort wieder verließ. Ich habe mir keine großen Gedanken gemacht, bis der Fahrer fragte ob ich ein Problem damit hätte das er schwarz ist. “Natürlich nicht,” sagte ich und mir fiel wieder ein, dass ich öfters Leute beobachtet hatte, die an wartenden Taxis vorbeiliefen und sich gezielt das Taxi raussuchten in dem ein Weißer saß.

Mein Fahrer erklärte mir daraufhin wie die Erfahrung als Schwarzer in Irland ist, das Leute ihn, oder andere als Affen beleidigen, oder ihnen sagen, dass sie doch dorthin zurückkehren sollten wo sie hergekommen sind. Oder, so völlig beiläufig erwähnten, wenn sie schon das Taxi nutzten, dass es doch allgemein bekannt sei, dass alle Afrikaner Aids haben, Diebe, oder Räuber sind und sie hier in Irland doch nur die Sozialhilfe kassieren würden, die sie dann an ihre Sippe, daheim in Afrika, schicken. Groteskerweise erwarten solche Leute dann auch noch das der Fahrer ihnen zustimmt. Ein Bekannter von mir, Michael, der aus Nigeria nach Irland kam und einen Abschluss in Wirtschaft machte hatte mir damals das Gleiche erzählt, ohne das ich nachgehakt hätte.

Ich denke jeder der hier arbeitet, hat schon mal die eine oder andere Form der Ablehnung erlebt. Klassisch ist das Beispiel das man gefragt wird, warum man denn hier in Irland den Iren die Arbeitsplätze wegnimmt. Erklärt man das mit den Multinationalen Firmen, die in Irland ihren Sitz haben und das diese Firmen Mitarbeiter suchen, die in der Lage sind zwei Sprachen zu sprechen, nämlich die Heimatsprache und englisch, dann kann man in den Gesichtern ablesen wie die Information verzweifelt eine Station zum andocken sucht. Natürlich gibt es diese Leute in jedem Land, aber es ist extrem nervig sich dafür zu rechtfertigen warum man im Land ist und keineswegs einem Iren den Arbeitsplatz streitig macht. Ich kenne auch viele Iren, die mehrsprachig sind und durchaus fremde Märkte bearbeiten. Aber um die geht es auch nicht.

Das Problem dieser Leute ist, dass sie nicht einmal die eigene Geschichte kennen. Vor ein paar Wochen zum Beispiel, da war ein Bericht auf RTÉ, unserem staatlichen Rundfunksender, zum Thema Asylanten. Vorgestellt wurden 3 Syrer, die in einem Sternerestaurant in Galway Arbeit fanden. Der Besitzer war voll des Lobes und erzählte, dass die 3, bevor sie nach Irland gekommen sind, in einem Hotel in Damaskus arbeiteten. Einer der Drei war dort Küchenchef, bevor er die beschwerliche Flucht auf sich nahm.

Es gab zu dem Bericht mehrheitlich positive Kommentare, aber im Gedächtnis blieben mir die Hasserfüllten rassistischen.

Flüchtlinge

Als Irland sich dazu bereit erklärte, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, da setzte man als Bedingung die Leute vor Ort auszuwählen, so wie es Groß Britannien gemacht hat. Der Faktencheck der Zeitung “The Journal” schrieb im November 2016, dass insgesamt 616 Flüchtlinge aufgenommen wurden. Die Organisation “The Borgen Project” schrieb, dass in diesem Jahr, bis Mai 2017, Irland weitere 273 Flüchtlinge aufgenommen hat. Insgesamt sollen etwa 4000 Flüchtlinge in Irland eine Heimat finden, ob nun vorübergehend oder dauerhaft.

Einigen Leuten sind schon 200 Flüchtlinge zuviel und obwohl die Regierung nicht mal in der Lage ist die benötigten Unterkünfte bereitzustellen, sorgen sich einige Iren darum, dass mit den Flüchtlingen auch Probleme für die Autochthone Bevölkerung zu befürchten sind. “Schmarotzer” war noch eine der harmlosen Umschreibungen für Leute, die durch den Bürgerkrieg alles verloren haben und die nicht sonderlich darüber erfreut gewesen sein dürften ihr Land zu verlassen.

Die Phobie, die die Flüchtlinge, sowie die Migranten ausgelöst haben, sorgte dann dafür, dass sich hier in dem Land eine PEGIDA gründete, quasi die Auslandsorganisation kontinentaleuropäischer Rassisten. Der Gründer, Peter O’Loughlin, ist auch der Initiator der “Identity Ireland,” einer Ansammlung ewig Gestriger, die mit dem Slogan „Irland der Iren“ hausieren gehen. Allerdings ging die Generalprobe von PEGIDA gründlich in die Hose. Die Teilnehmer, die sich offensichtlich in historischer Verklärung auf den Weg zum GPO (General Post Office) machten, wurden von Gegendemonstranten auseinander getrieben, in eine Seitenstraße gejagt und mußten ausgerechnet in einem 1€ Shop, betrieben von Nichtiren, Schutz vor dem aufgebrachten Mob suchen.

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Hilfe von der Garda für Rassisten der PEGIDA

Erst die Garda konnte die wackeren Vorkämpfer für ein weißes Europa aus ihrer mißlichen Lage befreien. Bei O’Loughlin und den anderen Idioten zeigt sich vor allem das mangelnde Wissen der irischen Geschichte. Irland war zwar nie ein klassisches Einwanderungsland, aber die wechselnde Geschichte hat zahlreiche Ausländer nach Irland gebracht. Allein Eamon de Valera hätte davon erzählen können.

Exkurs in Geschichte

Khaleefah Abdul-Majid I, der Sultan des Osmanischen Reiches, war von den Berichte über die Hungersnot in Irland so erschrocken, dass er, um die Not zu lindern, Queen Victoria 10.000£ (etwa 1 Million €) spenden wollte damit die Hungersnot bekämpft werden könne. Victoria, der diese Summe als viel zu hoch erschien, schließlich hatte man selber nur 2.000£ zur Verfügung gestellt, sagte ihm das 1.000£ durchaus genug wären. Nun wollte es der Sultan nicht bei dem Geld belassen, sondern sandte auch Schiffe in Richtung Irland, um Nahrungsmittel zu bringen, was von den britischen Behörden abgelehnt wurde, so dass die türkische Flotte in einer Nacht und Nebel Aktion in Drogheda landete und die Ladung löschte.

Als irische Nationalisten um Unterstützung für ihre Sache nachsuchten, da wurden sie auch in Berlin vorstellig. Zu der Zeit allerdings war man in Berlin nicht unbedingt bereit die irische Sache zu unterstützen. Das war 1912, ein Krieg nicht in Sicht, und die Deutschen nicht bereit sich auf Abenteuer einzulassen. Das änderte sich allerdings 1914 und die Deutsche Regierung unterstützte, wenn auch Halbherzig, die Rebellen durch Waffenlieferung und die Genehmigung deutsche Gefangenenlager zu besuchen, damit die Rebellen Werbung für ihre Sache unter den irischen Kriegsgefangenen machen konnten und zwischen 1936-1937 kämpften ca. 700 Freiwillige der Legion of St. Patrick für Franco und gegen die spanische Republik. Nun kämpften zwar auch Iren in den Internationalen Brigaden, aber ihre Zahl war wesentlich überschaubarer.

Viele Iren, besonders diejenigen die jetzt Stimmung gegen Migranten machen, haben keine Ahnung davon. Sie wissen auch nicht, dass es eine Zeit gab in der irische Migranten wie Aussätzige behandelt wurden.

In England beispielsweise wurden Iren mit Affen gleichgesetzt. Iren betrachtete man als Minderwertig und gerade während der Famines verweigerte man Iren in England Jobs mit dem Hinweis, das Iren bekannt für ihren Alkoholismus und ihre Gewalttätigkeit wären. Die Anti-irischen Ressentiments beschränkten sich allerdings nicht auf England allein. 1860 gab es in amerikanischen Städten die Kampagne “No Irish need applying.” Iren wurden auf Grund ihrer Religion, ihrer Ansichten, oder gleich alles zusammen von der Gesellschaft ausgegrenzt. Auch wenn Historiker erklären diese Kampagne in den USA sei nicht auf Iren beschränkt gewesen, so ist es auffällig wenn man liest, dass diese Anti-irischen Ressentiments überall im Commonwealth Anklang fanden und nicht nur in den USA.

Die Rassisten hier wollen davon nichts wissen, halten sich für überlegen gegenüber anderen Gruppen die hier leben und halten es auch für falsch, wenn Iren im Ausland arbeiten bzw. Sportveranstaltungen im Ausland besuchen. Diskussionen haben also wenig Sinn. Sie begreifen auch nicht, dass ohne die Multinationalen Firmen “ihr” Irland auf einen Agrarstatus zurückfallen würde, denn die irischen Firmen, die im 21 Jahrhundert angekommen sind, brauchen diese Leute nicht und wären wahrscheinlich über kurz oder lang auch nicht wettbewerbsfähig da viele Iren die Insel verlassen würden. Irische Firmen auf dem Weltmarkt kann man wahrscheinlich an den Fingern einer Hand abzählen, was zu wenig ist um das Land international voranzubringen.

Irland den Iren

Als die Professorin für Soziologie am Trinity College, Ronit Lentin, in einem Interview erklärte, Migration wäre für Irland absolut notwendig, da brach ein Shitstorm über Frau Lentin herein. Allein die Tatsache das eine Ausländerin, dazu noch jüdisch und Israelin, ausgerechnet den Iren erklärt Irland wäre gut beraten mehr Migranten im Land aufzunehmen brachte für diese Leute das Fass zum überlaufen.

Grotesk an der Geschichte ist, das Frau Lentin für ihre Antiisraelische und Antizionistische Haltung von irischen und englischen Pro-Israelischen Gruppen stark kritisiert wird. Dinge also, für die sie eigentlich von rassistischen Gruppen Zuspruch kriegen müsste, wäre da halt nicht die Migration. Ich will jetzt nicht wirklich die Meinung einiger Gruppen dazu verlinken denn die sind nicht gerade Jugendfrei und weit unterhalb der Gürtellinie.

Ronit Lentin, und ihr Kollege Robbie McVeigh, erklärten in der Irish Times, dass man die Gründung eines PEGIDA Ablegers und den Anstieg des Rassismus in Irland mit Sorge betrachten würde. Da etwa 770.000 Menschen ausserhalb Irlands geboren wurden, wäre es an der Zeit die Regularien zur Erlangung der irischen Staatsbürgerschaft zu überdenken. Für unsere wackeren Kämpfer zuviel, wo kommen wir denn hin wenn jeder Schwarzafrikaner und Pakistaner plötzlich mit Dublinakzent redet und einen roten Pass mit Harfe besitzt.

Ich lebe nun schon länger hier und Irland ist meine Heimat geworden, aber ich finde Entwicklungen wie PEGIDA und Identity Ireland mehr als verstörend. Ich weiss das die Iren keine Heiligen sind und es ebenso, wie in anderen Völkern auch, komplette Vollidioten gibt. Verstörend waren auch die Kommentare in den Medien die sich beleidigend zu Frau Merkel äusserten und in ihr alles Übel in Europa auszumachen glauben. Ich hoffe aber, dass die Mehrheit der Iren die offen sind, auch offen bleiben und das dieser versteckte Rassismus gegen Ausländer, besonders Polen und Schwarzafrikanern hoffentlich bald der Vergangenheit angehört, denn im Moment klingt  „céad mile fáilte“ wie das Pfeifen im dunklen Wald.